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REVIEW 8.0 31.08.2016

(Dynamit, RH 352, 2016)

VICIOUS RUMORS - Concussion Protocol

Steamhammer/SPV (50:22) Die erschreckend schwachen Releases zwischen 1996 und 2000 spuken bei manchen immer noch im Hinterkopf herum, dabei haben VICIOUS RUMORS seit dem „Sadistic Symphony“-Nachfolger „Warball“ von 2006 nur hörenswerte Alben aufgenommen. Insofern verbietet es sich, bei dem wieder mal mit neuem Sänger, dem Holländer Nick Holleman, eingespielten „Concussion Protocol“ von einem „Comeback“ zu sprechen. Stattdessen knüpft der zwölfte Full-length-Dreher der US-Power-Metal-Protagonisten, die das Genre mit ihren ersten vier Platten geprägt haben wie kaum eine zweite Band, sowohl stilistisch als auch qualitativ an die Vorgänger „Razorback Killers“ und „Electric Punishment“ an und knallt einmal mehr immer dann am nachhaltigsten ins Mett, wenn Bleifuß Ehrensache ist und einem die Rasiermesser-Riffs des Top-Duos Thorpe/Rasmussen nur so um die Lauscher fliegen (Titelsong, ´Every Blessing´s A Curse´, das Album-Highlight ´Chasing The Priest´), während man die etwas „moderner“ angehauchten, tendenziell langsamen Ausritte wie ´Victims Of A Digital World´ oder ´Bastards´ auch durchaus mal wieder skippen könnte, ohne wirklich was zu verpassen. Genau dazwischen reüssiert konzentriert komponiertes Midtempo vor allem in ´Chemical Slave´ und ´Take It Or Leave It´ („Welcome To The Ball“, anyone?), das das ordentlich produzierte „Concussion Protocol“ (nur der Schlagzeug-Sound, vor allem die Bassdrums, nervt latent) prima abrundet und das Ding in toto zu einem Dreher macht, der tatsächlich mehr darstellt als lediglich ein weiteres „Muss ja!“-Alibi, um weiter auf Tour gehen zu können. Auf die Dauer hilft halt wirklich nur Power.

REVIEW 8.0 16.03.2011

(Album des Monats, RH 287, 2011)

VICIOUS RUMORS - Razorback Killers

Steamhammer/SPV (51:10) Wahnsinn: fünf Alben, fünf Sänger. Nach dem vokalen Selbstversuch auf „Something Burning“ begaben sich Brian O´Connor auf „Cyberchrist“, Morgan Thorn auf „Sadistic Symphony“, James Rivera auf „Warball“ und nun der in der Tat hervorragende Malice/Last-Empire-Frontmann Brian Allen unter Mainman Geoff Thorpes Fittiche. Die ersten drei Versuche scheiterten im Vergleich zum Debüt und den vier Carl-Albert-Klassikern grandios, die 2006er CD „Warball“ war allerdings ein überraschend starkes Comeback mit jeder Menge power-metallischer Roots-Besinnung, das - Kompliment! - druckvoll und crunchy produzierte „Razorback Killers“ knüpft erfreulicherweise genau da an. Wie schon früher sind die Amerikaner immer dann am besten, wenn sie sich in lupenreine Speed-Metal-Gefilde begeben und mit purer Präzision die einzelnen Bestandteile zu einer wuchtigen, würdigen Sound-Wand auftürmen (´Murderball´, ´Axe To Grind´, das famose ´Razorback Blade´). Vor allem diverse Downtempo-Bremsereien wie das an „Welcome To The Ball“-Zeiten erinnernde, aber leider ziemlich egale ´All I Want Is You´ oder die allzu anbiedernde, bierschissige Stampf-Hymne ´Let The Garden Burn´ (HOA und so...) ziehen das Gesamte etwas runter; alles in allem sind VICIOUS RUMORS aber wieder eine kleine gefestigte Größe, der man gerne zuhört und die man nicht nur so mitschleppt, weil sie es vor Äonen mal konnte. LINE-UP Brian Allen (v.) Geoff Thorpe (g.) Kiyoshi Morgan (g.) Stephen Goodwin (b.) Larry Howe (dr.) DISKOGRAFIE Soldiers Of The Night (1986) Digital Dictator (1988) Vicious Rumors (1990) Welcome To The Ball (1991) Plug In And Hang On - Live In Tokyo (Live, 1992) The Voice (EP, 1994) Word Of Mouth (1994) A Tribute To Carl Albert (Live, 1995) Something Burning (1996) Cyberchrist (1998) Sadistic Symphony (2001) Warball (2006) Razorback Killers (2011) DIE PATEN Wer VICIOUS RUMORS mag, hört auch: Metal Church * Malice * Helstar * Imagika * Ruffians * Jag Panzer * Riot * Savatage * Attacker * Iced Earth * Brainstorm * Hades * Sanctuary * Leatherwolf * Warrior Und das sagt Gitarrist Geoff Thorpe zu „Razorback Killers“: »Je älter wir werden, desto gemeiner klingen wir. Wir verlangsamen nicht etwa unser Tempo, sondern legen an Dynamik noch zu. Die Fans werden kein einziges VICIOUS RUMORS-Konzert erleben, bei dem wir nicht bis an unsere Grenzen und darüber hinaus gehen. Metal ist nun mal in unserem Blut. Außerdem haben wir momentan eine grandiose Besetzung. Mit Brian Allen konnten wir zum Beispiel den besten vorstellbaren Sänger integrieren. Wir bemerkten sofort das raue, unverfälschte Talent, das er hat. Wie ein Schneeball entwickelte sich aus einem kleinen Anfang sehr schnell etwas Großes, und auf unserer fünfwöchigen Europa-Tournee bekam Brian auf Anhieb nur positive Reaktionen.«

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