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REVIEW 9.0 14.02.2007

(Album, RH 238, 2007)

THE RUINS OF BEVERAST - Rain Upon The Impure

(79:34) Was für eine Überraschung! Eigentlich hatte ich gedacht, dass im epischen, bombastischen Black Metal alles gesagt ist. Jedenfalls konnten die Heerscharen an neueren Bands sowohl mit ihrem Keyboardkleister als auch mit pseudoprogressiver Songzerstörung keinerlei Magie mehr kreieren und keinen Flächenbrand mehr entfachen. Doch dann kamen THE RUINS OF BEVERAST... Eigentlich kein Newcomer im eigentlichen Sinne, denn mit Alex Meilenwald (ex-Nagelfar) meldet sich eine wichtige Figur des deutschen Black Metal ins Geschehen zurück. Der Mann hat im Alleingang ein Meisterwerk abgeliefert! „Rain Upon The Impure“ ist wildester unverfälschter Black Metal mit einem turmhohen Überbau an genrenahen Einflüssen; das Album verkörpert Bombast ohne Kitsch, bietet eingängige Zehn-Minuten-Kompositionen bei maßvoller Verspieltheit, Raserei der Marke Nagelfar, Epik und Erhabenheit, manische Misanthropie mit Shining-Schlagseite, Doom aus der schwarzen Esoterik-Ecke sowie spartanisch eingebaute okkulte Ambient-Einflüsse. Ähnlich wie Summoning zaubert die Band atmosphärisch und soundtechnisch in einer Art von mystischem Nebel, die vokalen Geräusche erinnern nur ganz selten an typisches Black-Metal-Gekeife. Vielmehr erschüttern bedrohliche Urlaute ähnlich den Uruk-Kais und Orks den Hörer, bevor er von seltsamen, jenseitig anmutenden Stimmen beschwört wird. Die okkulte Basis des Werkes ergänzt sich mit sakralen Chören auf wundervolle Weise, die Liebe zum Detail hält auch nach dem zehnten Kopfhörerdurchlauf Überraschungen parat, das Licht der Akustikparts passt blendend zur tiefsten Finsternis, aus der diese zuweilen Lava-artige Musik emporsteigt. Ich verneige mich!

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