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REVIEW 5.5 27.06.2018

(Album, RH 374, 2018)

THE FEVER 333 - Made An American

Aalon Butler ist der Sandro Wagner der amerikanischen Rock-Welt. Am Abend des Super Bowl 2017 legte er nach einem Gespräch mit Travis Barker und John Feldmann seine Band letlive. zu den Akten, um (so die Public Relation) „etwas zu schaffen, dessen Bedeutung über die Welt der Musik hinausreicht“. Barker ist Drummer von Blink-182 und Feldmann Produzent der Kaugummi-Punks Goldfinger. Wir reden hier also nicht von Elon Musk oder Noam Chomsky. Aber sei´s drum. THE FEVER 333 mit Aric Improta am Schlagzeug und Gitarrist Stephen Harrison (ehemals The Chariot) soll eine weltverändernde Band sein, weil sie sich gegen Rassismus, Korruption, Frauenfeindlichkeit, Empathieverlust und die Waffenlobby positioniert. Trotz der seltsamen Gepflogenheiten in den USA dürften das im Hardcore, Metal und HipHop die meisten tun. Eminems aktuelles Ziehkind Yelawolf ist daher auch zu Gast. Butler selber rappt, schreit und singt wie Rumpelstilzchen zu nervösem, aber berechenbarem Sprechgesangs-Metal mit Elektro-Einsprengseln, der so abgewichst produziert ist wie eine neue Folge von „The Fast And The Furious“. Das Finale ´POV´ ist die ungewöhnlichste Nummer, eine Art Trap-Core, als hätten Ice Cube, Drake und Rage Against The Machine einen Dreier geschoben. Diese Weltrettung klingt prätentiös und eitel. Bedeutung über die Welt der Musik hinaus haben weiterhin eher Ärzte ohne Grenzen, Regenwaldaktivisten oder Grundlagenforscher, die nicht von Konzernen bezahlt werden.

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