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REVIEW 8.0 18.03.2020, 08:00

(Album, RH 395, 2020)

BURY TOMORROW - Cannibal

BURY TOMORROW haben einen ganz schlechten Stand in unserer Redaktion und mussten sich u.a. schon vorwerfen lassen, dass ihr Sound nicht extrem genug für extremen Metal sei (den sie gar nicht zu spielen vorgeben) und die Growls aus Radio-Airplay-Kalkül bewusst nicht zu krass seien (den Trick haben sie sich wohl von Max Giesinger abgeguckt). Alles Unfug! Zutreffend ist allerdings, dass die Songstrukturen nach dem immergleichen Muster verlaufen und dadurch eine arg vorhersehbare Dynamik entwickeln. So stehen sich einmal mehr packende Klargesang-Refrains, moderates Midtempo und hypermelodische Leads auf der einen sowie kraftvolles Shouting, mächtiges Geballer und brachiale Riffs auf der anderen Seite gegenüber. Diese Mischung ist gewiss nicht neu und originell, aber die hymnischen Hooklines sind klasse, und instrumental greift alles stimmig ineinander. Natürlich ist die Produktion von Dan Weller (u.a. Enter Shikari) auf Hochglanz poliert, aber genau so muss Mainstream-Metalcore (denn um nichts anderes handelt es sich hier) nun mal klingen. Zudem haben die Engländer mit Cameron/Winter-Bates ein herausragendes Gesangsduo in ihren Reihen, das sich diesmal mit sehr persönlichen, unverblümten Texten den Themen Depression und geistiger Gesundheit annimmt. Wer auf Bullet For My Valentine, While She Sleeps oder neuere In Flames steht, ist hier richtig und sollte mal die drei Singles/Videos ´Choke´, ´Cannibal´ und ´Grey (VIXI)´ anchecken, die schon vor der Veröffentlichung dieses sechsten Albums fast eine Millionen Views auf YouTube haben.

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