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REVIEW 7.5 26.07.2017

(Album, RH 363, 2017)

SHAMAN´S HARVEST - Red Hands Black Deeds

Mascot/Rough Trade (47:35) SHAMAN´S HARVEST sind eine Roots-Rock-Band aus dem Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Das Quintett aus Missouri hat sich insbesondere in jenen Landstrichen durch unermüdliches Touren einen Namen gemacht, die von hochnäsigen Ost- und Westküsten-Bands eher selten angesteuert werden. Ihr letztes Album „Smokin´ Hearts & Broken Guns" ist gut gelaufen, die Singles haben mehrere Millionen Aufrufe bei YouTube erreicht. „Roots" steht diesmal als Überbegriff für Southern Rock und alle Musikstile, die man unter dem Namen „Americana" zusammenfasst. Diese Einflüsse verbinden die Musiker mit einer Prise modernem Alternative Metal. Sänger Nathan Hunt bringt mit seiner tiefen, beschwörenden Stimme und seinem Stammbaum noch Indianer-Kultur ein, die man beim Intro/Titeltrack gleich ausspielt, ehe in ´Brokes Ones´ die Gitarren in bester Southern-Rock-Manier krachen. ´The Come Up´ erinnert an späte The Cult, ´A Longer View´ überzeugt mit Atmosphäre. Auch die Motown-artigen Backing-Chöre und lockeren Funk-Vibes in ´Soul Crusher´ sind klasse. So hätte es weitergehen können, aber SHAMAN´S HARVEST verirren sich im weiteren Verlauf zunehmend in der Schatzkiste ihres Produzenten, anstatt simple Lagerfeuer-Rocker aufzunehmen. Leider gibt es in jedem Song andauernd einen neuen Sound-Effekt, was bei diesem Musikstil ermüdend sein kann. Natürlich gibt es auch abweichende Meinungen dazu. So ist Jens Peters vom überflüssigen Hidden Track, der Country-Verballhornung ´Hookers And Blow´, ganz begeistert: „Wie geil, Nutten und Koks! Die sind ja NOCH witziger als Mötley Crüe!" Gut ist die Platte unterm Strich trotzdem.

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