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REVIEW 05.01.1984

(Album, RH 4, 1984)

SATAN - Court In The Act

Auf diese LP habe ich schon lange gewartet. Nach dem hervorragenden "Into The Fire"-Demo habe ich eine Super-LP erwartet, und ich muß sagen, daß diese Erwartungen erfüllt wurden. Das Intro 'Into The Fire' ist eines der besten, das ich kenne (Sirenengeheul, Keyboard, Orgel, alles sehr geheimnisvoll!!!). Dann eine Explosion und SATAN legen mit 'Trial By Fire' los. Dieser Song ist schnell und abwechslungsreich gespielt, genau das richtige für die Headbanger unter euch. Mit 'Blades Of Steel' schalten SATAN einen Gang zurück, werden aber deshalb nicht schlechter. 'No Turning Back' bleibt eher im Ohr hängen als der Rest der Platte, ist ebenfalls ein sehr gutes Stück. 'Broken Treaties' beendet die sehr gute erste Seite. Seite zwei beginnt mit dem besten Stück, nämlich 'Break Free', das sehr gute Gitarren-Soli enthält. Überhaupt ist das Zusammenspiel der beiden Axemen nur zu bewundern. Kaum eine andere Band hat so gute Gitarristen. Auch die anderen Mitglieder haben einiges auf dem Kasten. Ich möchte da nur Bassist Graeme English erwähnen, der Bassläufe wie Steve Harris von sich gibt (allerdings ist das richtig nur auf dem Demo zu hören). Diese Fähigkeiten kommen bei dem lnstrumentalstück 'The Ritual' - eines der besten überhaupt - so richtig zum Zuge. 'Dark Side Of Innocence' ist ein nicht weiter erwähnenswertes Akustikgitarren-Stück. Das sehr gute 'Alone In The Dark' beendet diese LP, die für mich persönlich die beste der letzten zwei Monate ist. SATAN haben mal gesagt, daß sie besser als Iron Maiden sind. Damals habe ich das für Angeberei gehalten, aber angesichts der letzten Scheibe haben die Jungs recht gehabt. Eine 9,5 für "Court In The Act".

REVIEW

(Album)

SATAN - Court In The Act

Keine Ahnung, welcher Esel die Band aus dem nordenglischen Newcastle seinerzeit geritten hat, sich nach dem zwiefach Gehörnten zu benennen. Fakt ist, dass der ersten Combo der beiden Skyclad-Mucker Steve Ramsey (g.) und Graeme „Bean“ English (b.) der Name des Leibhaftigen kein Glück brachte, zumal das Quintett weder textlich noch musikalisch mit satanischen Inhalten kokettierte. Vielmehr widmete sich die von Brian Ross (v.), Russ Tippins (g.) und Sean Taylor (dr.) komplettierte Kapelle auf ihrem „Court In The Act“-Debüt klassischen NWOBHM-Klängen, die trotz diverser Querverweise auf Maiden, Priest und Sabbath wohltuend originell und erfrischend durch die Boxen brezelten. Dafür garantierte das Klampfenduo mit einer Vielzahl komplexer Riffs, Licks und Soli und Mr. Ross´ eigentümlicher Gesang. Geschmälert wurde der hohe Kultfaktor von einer blechernen, allenfalls Demo-Ansprüchen gerecht werdenden Produktion, während man sich in puncto Songwriting mit rassigen Speed-Hymnen wie ´Trial By Fire´, ´Break Free´, ´No Turning Back´ oder dem mitreißenden Instrumental ´The Ritual´ konstant auf sehr hohem Niveau bewegte. Mit neuem Sänger (übrigens ein Namensvetter von Michael „I love you“ Jackson) brachte es die Kapelle zwar in der Folgezeit noch auf fünf Scheiben, doch aufgrund mehrerer Namenswechsel - nach einer kurzen Phase als Blind Fury firmierte man wieder unter SATAN, bevor die letzten beiden Platten das Bandlogo Pariah trugen - und einiger weiterer Probleme schlossen Ramsey und English 1990 die Akte SATAN, um kurz darauf mit Ex-Sabbat-Schreihals Martin Walkyier die eingangs erwähnten Skyclad zu gründen. Der Rest ist Geschichte...

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