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REVIEW 8.0 25.04.2018

(Album, RH 372, 2018)

ROSS THE BOSS - By Blood Sworn

In letzter Zeit stellt sich immer öfter die Frage, wie man mit Künstlern, die sich politisch „unbequem“ äußern, umgehen soll. In diversen Postings auf Facebook sowie in Interviews präsentierte sich Ex-Manowar-Gitarrist ROSS THE BOSS im Verlauf der letzten Monate immer wieder superpatriotisch, grenzwertige Aussagen inklusive. Sollte man Musik und Musiker komplett trennen, solange Letzterer keine strafrechtlich relevante Grenze (und davon ist Ross, das muss klar sein, meilenweit entfernt) überschreitet? Eure Meinung dazu würde mich brennend interessieren, schreibt gerne mal ´nen Leserbrief. Bis dahin bleiben wir bei der Musik - und die ist erstklassig: Mit „By Blood Sworn“ legen Ross und seine Mannen (derzeit Symphony-X-Basser Mike LePond, Witherfall-Drummer Steve Bolognese und Shouter Marc Lopes) nach achtjähriger Studio-Abstinenz eine Platte vor, die in vielerlei Hinsicht an die alten Manowar-Klassiker erinnert, gleichzeitig aber eigenständig genug ist, um nicht als blanke Kopie (wenn man das in diesem Fall überhaupt so nennen kann, Ross zeichnet für ebenjene immerhin mitverantwortlich) durchzugehen. Marc kommt an die Leistung eines jungen Eric Adams sicherlich nicht ganz heran, verfügt aber über eine kraftvolle Stimme mit weiter Range und trägt einen entscheidenden Teil dazu bei, dass die Songs so gut funktionieren. Anspieltipps: der namensgebende Opener und ´Circle Of Damnation´. Wer Jack Starrs aktuellen Output mag, wird auch hier auf seine Kosten kommen.

REVIEW 6.0 20.10.2010

(Album, RH 282, 2010)

ROSS THE BOSS - Hailstorm

PlusMinus Während sich seine ehemaligen Arbeitgeber Manowar weiterhin fröhlich selbst demontieren, versucht sich Gitarrero ROSS THE BOSS mal wieder als eigener Chef. Teils der Begleitband geschuldet teutonisch tönend (und bei ´Burn Alive´ gar am Schlager-Metal kratzend), ansonsten altmodisch US-stählern, ist „Hailstorm“, um jetzt mal den Albumtitel zu verkalauern, ein nettes Lüftchen, aber nix, vor dem die Konkurrenz umgehend in die Bunker flüchten müsste. Zeilen, in denen Wörter wie „power“ und „steel“ vorkommen, müssen einfach mit mehr Eiern ins Mikro geschleudert werden. Gerade hier lehnt sich der Manowar-Vergleich albern weit aus dem Fenster. Auch die Produktion kann sich nicht zwischen authentischem Achtziger-Kult und moderner Sparvariante entscheiden. Das Resultat wird bei der Kauz-Metal-Fraktion mehr punkten als bei versprengten DeMaio-Anhängern oder dem True-Metal-Mainstream. Und so war das ganz bestimmt nicht gedacht. Jan Jaedike 6 Kann man so sehen, Jan, muss man aber nicht. Die Tatsache, dass fast alle Songs der Scheibe an bestimmte alte Manowar-Klassiker erinnern, mag zwar auf den ersten Blick billig wirken - andererseits hat Ross diese Klassiker aber mitkomponiert und mit seinem Gitarrenspiel entscheidend geprägt. „Hailstorm“ ist auf jeden Fall stärker als das ROSS THE BOSS-Debüt „New Metal Leader“, auf das deine Kritik eher zugetroffen hätte. Alte (!) Manowar-Fans finden hier genügend erstklassigen Stoff, den sie dem „True-Metal-Mainstream“ sicherlich vorziehen. Götz Kühnemund 8

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