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REVIEW 8.0 17.04.2019, 08:00

(Album, RH 384, 2019)

HARDLINE - Life

Dass Johnny Gioeli nicht nur einer der besten Hardrock-Sänger unserer Zeit, sondern auch ein ausgemachtes Arbeitstier ist (im vergangenen Jahr hat der Mann nicht nur die aktuelle Langrille seines Hauptarbeitgebers Axel Rudi Pell vorgelegt, sondern auch ein Soloalbum sowie eine Kollaboration mit Dead-Daisies-Drummer Deen Castronovo eingetütet), ist beileibe keine Neuigkeit; mit einer neuen HARDLINE-Platte hätte ich zu diesem frühen Zeitpunkt trotzdem nicht unbedingt gerechnet. „Life“ knüpft musikalisch an das bisherige Schaffen der verdienten AOR-Amis an, ist gefühlt aber weniger balladenlastig als der direkte Vorgänger „Human Nature“ aus dem Jahr 2016. HARDLINE zocken voll mainstreamkompatiblen, fluffigen Hardrock mit großen Melodien, noch größeren Gesangslinien und angenehm wenig Kitsch. Wenn euch diese Platte gefällt, solltet ihr unbedingt auch das Debüt „Double Eclipse“ anchecken, immerhin eine der geilsten Hardrock-Platten der Neunziger. Ach so: Das Queen-Cover hätte zumindest ich trotzdem nicht gebraucht... 3 Fragen an HARDLINE-Frontmann Johnny Gioeli: Johnny, du warst in letzter Zeit alles andere als untätig: ARP, Gioeli-Castronovo, Crush 40, dein Soloalbum... Wie hast du zwischen all diesen Verpflichtungen noch Zeit gefunden, ein neues HARDLINE-Album aufzunehmen? Er lacht: »Ich habe einfach überhaupt nicht mehr geschlafen. Nein, Spaß beiseite: Das hat eine Menge Planungsarbeit erfordert. Ich mag es, beschäftigt zu sein, und ich lebe, um Musik zu machen. Meistens stehe ich schon vor Sonnenaufgang auf, das ist eine seltsame Zeit für einen Rockmusiker. Morgens bin ich aber am produktivsten, deshalb habe ich mich da ans Songwriting gesetzt. Nachmittags wurde dann aufgenommen. Man muss dazu sagen, dass ich bei den Aufnahmen nicht hundert Stunden mit einem Song vertrödele. Normalerweise ist eine Platte in fünf Tagen fertig eingesungen.« Im vergangenen Jahr sind sowohl euer Drummer Francesco Jovino als auch euer Gitarrist Josh Ramos ausgestiegen. Was war da los? »Die beiden sind zusammen durchgebrannt und haben geheiratet... (lacht). Nein, Quatsch. Die beiden sind nicht von sich aus ausgestiegen, ich habe sie höflich um ihren Ausstieg gebeten. Es gab keinen Stress. Die beiden sind tolle Musiker, aber Cesco hatte mit terminlichen Konflikten zu kämpfen, und Josh und ich waren unterschiedlicher Meinung darüber, wie man eine Band heutzutage führen muss. Ich respektiere die beiden sehr und hoffe, es geht ihnen gut.« Wie bist du auf die neuen HARDLINE-Mitglieder gestoßen? Er grinst schief: »Anna Portalupi (b.) habe ich auf Seite sieben eines Magazins namens „Russian Brides For Sale“ gefunden... Schreib das bloß nicht, sonst steigt sie gleich wieder aus! Mit Mario Percudani (g.) und Marco Di Salvia (dr.) habe ich bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Die beiden sind so talentiert, dass einem vor Neid beinahe die Eier abfallen. Wir sind eine gute Truppe, finde ich...«

REVIEW 7.0 17.04.2019, 08:00

(Album, RH 384, 2019)

DEVIL´S GUN - Sing For The Chaos

(PLUS-MINUS) Bullet kommen aus Schweden (genauer: Växjö), zocken Heavy Metal und klingen ein Stück weit wie Accept. DEVIL´S GUN kommen aus Schweden (genauer: Växjö und Stockholm), zocken Heavy Metal und klingen mehr als nur ein Stück weit wie Bullet. Damit ist im Grunde auch schon alles gesagt, Echt-Metall-Connaisseure wissen, was sie zu tun haben, und ich kann Feierabend machen. Nein, im Ernst: Der Växjö-Fünfer kredenzt seinen Stahl traditionell, mit zahlreichen Referenzen an die Großen des Genres - an Judas Priest und Accept also -, und Shouter Joakim Hermansson klingt in seinen besten Momenten tatsächlich fast wie ein junger Udo Dirkschneider. In Sachen Songwriting schlagen sich DEVIL´S GUN gut, aber nicht überragend, es fehlen (noch) die großen Hits. Fette Bonuspunkte gibt´s derweil dafür, dass die Schweden mit ´Queen Of Destruction´ und ´To The Devil´ gleich zwei Songs über unsere Mandy auf der Platte untergebracht haben - reife Leistung! Jens Peters 7 Um zu erkennen, dass das Schaffen von „uns Udo“ der Haupteinfluss von DEVIL´S GUN ist, braucht man nicht erst den vielsagenden Songtitel ´Tear Down The Wall´ anzumerken, denn Frontmann Hermanssons überdrehtes Pumuckl-Geschrei winkt vom Start weg mit dem Zaunpfahl. Der Knackpunkt dabei? Halbgare Folk-Anspielungen (´Sing For The Chaos´) und labbriger Straßenköter-Punk (´Queen Of Destruction´) - ganz zu schweigen von der Rockabilly-Entgleisung ´Alligator Fuckhouse´ - verhehlen nicht, dass dieses allzu simpel und verkrampft zusammengeschweißte Stahlblech arg rostig ist. So billig wirkten nicht mal Vanize und Danton. Andreas Schiffmann 3,5

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