Suche

Durch das Setzen eines Bandnamens in Anführungszeichen sind detailliertere Ergebnisse möglich.

REVIEW 3.0 26.07.1991

(Album, RH 53, 1991)

MR. BUNGLE - Mr. Bungle

Faith No More-Fans aufgepaßt. Und zwar in doppelter Hinsicht: 1. Die neue Faith No More-LP gibt's zwar noch nicht, aber Frontmann Mike Patton hat mit seinem Sideproject MR. BUNGLE das erste Album veröffentlicht. 2. Mit euren Lieblingen haben MR. BUNGLE nicht viel gemeinsam und verursachten dem Rezensenten beim Anhören des Albums ein ums andere Mal arge Kopfschmerzen. Aber zur Platte an sich: Faith No Mores Musik geht mit Sicherheit als innovativ in die Rockgeschichte ein, von MR. BUNGLE das gleiche zu erwarten, ist zwar naheliegend, aber abwegig, denn was man auf der vorliegenden Scheibe abliefert, ist im wahrsten Sinne des Wortes nervtötend. Klar, einige Leute werden die Platte dennoch als Sensation abfeiern, aber bei aller Progressivität stehe ich auf nochvollziehbare Songstrukturen, und die sind diesmal Mangelware bzw. überhaupt nicht vorhanden. MR. BUNGLE be zeichnen ihren Stil als "trustrated spazz death disco" und werden zumindest diesem Anspruch mühelos gerecht, die Tracks werden von völlig unmotiviert eingestreuten Effekten zerstört, Patton malträtiert seine Stimme aufs Erbärmlichste, und wenn im Info der Plattenfirma geschrieben steht, daß einige Songs "an derb groteske Zirkusnummern erinnern", kann ich dem nur voll zustimmen, denn mehr als eine Zirkusnummer - eine hundsmiserable allerdings - stellt "Mr. Bungle" nicht dar. Warten wir aufs nächste Faith No More-Album, hoffen, daß Mike Patton wie in früheren Zeiten NICHT am Songwriting beteiligt wird und ziehen über sein Sideproject gnädig das Deckmäntelchen des Schweigens. Ein Satz mit X: Das war wohl nix! (3)

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos