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REVIEW 9.0 19.05.1999

(Dynamit, RH 145, 1999)

MERCYFUL FATE - 9

Nach der für meine Begriffe etwas enttäuschenden "Dead Again"-Scheibe schlagen MERCYFUL FATE mit "9" wieder gewohnt treffsicher zu und bieten dabei ein stilistisch breiteres Spektrum denn je - ohne allerdings die Grenzen des Metal-Bereichs zu übertreten. Ein Widerspruch in sich? Nein, ganz bestimmt nicht: MERCYFUL FATE beweisen mit Nachdruck, daß man sehr wohl kompromißlos heavy bleiben und die Klangfarbe trotzdem mit nahezujeder Nummer ändern kann. So findet sich auf "9" sowohl der schnellste ('Insane') als auch langsamste ('9') Song der gesamten MERCYFUL FATE-Karriere und alles Denkbare zwischen diesen beiden (atmosphärisch völlig unterschiedlichen) Polen. Mit 'Kiss The Demon', 'Sold My Soul', 'House On The Hill' und 'The Grave' sind mindestens vier weitere Ohrwürmer vertreten, die die Trademarks der Band - die unverwechselbare Gitarrenarbeit (die durch Mike Weads Input noch farbiger geworden ist) und King Diamonds einzigartige Stimme (die häufiger als bisher in mittleren Regionen verweilt) - bestens zur Geltung bringen. Die restlichen vier Songs (der eingängige Opener 'Last Rites', das äußerst melodische 'Church Of Saint Anne', das mit packenden Breaks durchsetzte 'Burn In Hell' und das leicht orientalisch angehauchte 'Buried Alive') gewinnen ebenfalls mit jedem Durchlauf und erinnern streckenweise an die alten Klassiker der Band. Hank Shermann hatte recht, als er das "metallischste MERCYFUL FATE-Album überhaupt" ankündigte!

REVIEW 9.5 28.08.1996

(Dynamit, RH 112, 1996)

MERCYFUL FATE - Into The Unknown

Wenn King Diamond ins Studio geht, egal ob mit MERCYFUL FATE oder seiner eigenen Band, darf man seinen Allerwertesten darauf verwetten, daß das Resultat erstklassig ist. Die Qualitätsschwankungen zwischen den einzelnen Alben sind so gering, daß man als 'königstreue(r)' Headbanger(in) (oder heißt das 'She-Banger', Hanno?) jedesmal blind zugreifen kann und garantiert nicht enttäuscht wird. Natürlich sollte man mit des Königs Goldkehlchen, das etwa 18,5 Oktaven (pro Song) abdeckt, klarkommen und nicht ausschließlich auf Grunzlaute und Hundegebell abfahren - aber das versteht sich im Falle King D. ja von selbst. Die instrumentale Seite von MERCYFUL FATE ist dagegen über alle Geschmacksfragen erhaben - zumal sie selten abwechslungsreicher war als auf 'Into The Unknown'. Das musikalische Spektrum der Band wird mit Nummern wie 'Kutulu/The Mad Arab - Part Two' (orientalische Melodien mit leichtem Rainbow-Touch), 'Deadtime' (mit einer Extraportion Rock'n'Roll verfeinert), dem mächtigen Titelsong (MERCYFUL FATE-untypische Riffs) oder dem äußerst melodiösen 'Holy Water' (Ohrwurm!) noch etwas erweitert, ohne dabei den typischen Stil des Quintetts zu verwässern. Mit 'The Uninvited Guest', 'Listen To The Bell', 'Fifteen Men (And A Bottle Of Rum)' oder 'Under The Spell' enthält das beste MERCYFUL FATE-Album seit 'Don't Break The Oath' weitere Volltreffer, die vor allem durch die typischen Denner/Shermann-Gitarren und zahlreiche packende Breaks glänzen. Teuflisch gut!

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