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REVIEW 8.0 23.10.2019, 08:00

(Album, RH 390, 2019)

MAYHEM - Daemon

„Es wird niemals eine „De Mysteriis Dom Sathanas II“ geben. Der Hauptsongwriter [Euronymous] ist tot, und jeder ist älter geworden. Von der jugendlichen Rebellion, die zu dieser Zeit stattfand, ist nicht mehr viel zu sehen.“ Diese Worte von MAYHEM-Gitarrist Teloch sind erdend wie essenziell für das Verständnis einer neuen Platte der Black-Metal-Pioniere. Schon auf dem mittlerweile fünf Jahre alten Vorreiter „Esoteric Warfare“ haben die Norweger gezeigt, dass sie nicht zurückschauen und trotzdem die Wurzeln ihres Pfades zu keinem Zeitpunkt verlassen - und so verhält es sich auch auf „Daemon“. Die Band greift auf klassische Stilmittel, die sie mit erfunden hat, zurück, verpackt diese in einen Mantel des Fortschritts und setzt nicht zuletzt durch den sich in alle Richtungen austobenden Sänger Attila Csihar (er schreit, er singt, er flüstert und klingt teilweise eher nach einer sumpfigen Kreatur als nach Mensch) markante und eigenständige Akzente. Stücke wie ´Bad Blood´ und ´Worthless Abominations Destroyed´ bestechen durch kühle Melodik, ein treibendes Schlagzeug und eine so dichte, ur-finstere Atmosphäre, dass es einem doch wieder etwas den Atem raubt, auch wenn sie insgesamt noch etwas radikaler ausfallen könnte. Andere Songs wie das langsame ´Falsified And Hated´ sind nicht sofort greifbar, aber auch nicht weniger böse und wissen spätestens beim zweiten Durchlauf zu verstören. MAYHEM - auch nach 35 Jahren eine relevante Black-Metal-Band!

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