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REVIEW 8.0 19.12.2012

(Album, RH 308, 2012)

MAJESTY - Thunder Rider

PLUSMINUS: NoiseArt/Edel (53:16) MAJESTY sind wieder da. Wird ja auch langsam Zeit, denn wenn man von der „Metalforce“-Platte absieht, die Mainman und Sänger Tarek „MS“ Maghary mit seiner gleichnamigen Interimsband vor einigen Jahren in die Ladenregale gewuchtet hat, dann ist „Thunder Rider“ die erste „echte“ MAJESTY-Veröffentlichung seit über sechs Jahren. Geändert hat sich seit der 2006er Langrille „Hellforces“ freilich wenig: Tarek & Co. spielen nach wie vor gradlinigen Helden-Metal in der Tradition von Manowar und Konsorten. Im Grunde ist die Sache ganz einfach: Wer die gängigen True-Metal-Klischees zum Kotzen findet, wird auch dem epischen Schlachten-Metal von MAJESTY wenig bis nichts abgewinnen können, und wer bereit ist, über jene Klischees augenzwinkernd hinwegzusehen (oder sie sogar gut findet), bekommt mit „Thunder Rider“ eine Zehn-Track-Vollbedienung, von der sich die großen Vorbilder Manowar in Bezug auf ihre aktuellen Veröffentlichungen gerne ein Scheibchen abschneiden dürfen. Jens Peters 8 Heavy Metal ist mehr, als einfach nur ein paar Melodien (hin und wieder) mit einer flotten Doublebass oder ein paar E-Gitarren zu unterlegen. Gerade letztere wollen leidenschaftlich gerifft und mit Hingabe soliert werden. Sie sollen das i-Tüpfelchen, die Sahnehaube auf Songs sein, die dich entweder an den Eiern packen und dir ins Gesicht schreien, wie wütend, angepisst und energiegeladen ihre Interpreten sind, oder wahlweise, wie lässig man dem (nicht nur musikalischen) Establishment einen saftigen Gelbgrünen vor die Füße rotzt, sofern sich eine Band für die rock´n´rolligere Variante entscheidet. Von all dem gibt´s auf „Thunder Rider“ genau nullkommanullgarnichts! Und was gibt´s stattdessen? Jede Menge analysierte, sezierte und wieder aufgewärmte Manowar-Tracks aus deren nicht ganz so beschissenen Zeiten, die allerdings kaum mittelmäßiger hätten vorgetragen werden können. Wenn man sich dann noch mit ein bisschen Fantasie (und davon braucht´s z.B. im Falle des Openers und Titeltracks ´Thunder Rider´ nicht sonderlich viel) die E-Gitarren einfach mal wegdenkt und sie im geistigen Gehör durch ein paar billige Keyboard-Streicher und Akustikgitarren ersetzt, fehlt eigentlich nur noch ein aus dem Sendestudio Berlin grüßender Dieter Thomas Heck, der seine Zuschauer zur neuesten Ausgabe der ZDF-Hitparade willkommen heißt. Andreas Himmelstein 5

REVIEW 8.0 15.10.2003

(Album, RH 198, 2003)

MAJESTY - Reign In Glory

(65:11) Eigentlich ist es ganz einfach: Hört euch die MAJESTY-Hymne ´Into The Stadiums´ (klasse Titel, noch besserer Chorus!) auf der aktuellen "Dynamit"-CD an, und ihr werdet diese Band spontan lieben oder hassen! Genau wie Manowar polarisieren auch MAJESTY bis zur absoluten Schmerzgrenze und werfen jedes Metal-Klischee dieser Welt in die Waagschale, um ihre Message deutlich zu machen: "Bring Metal to the stadiums - that´s where it belongs!" Jawoll! Wer jetzt an Manowar denkt, liegt goldrichtig. MAJESTY-Kopf und -Sänger Tarek Maghary dürfte der größte lebende Bewunderer von Joey DeMaio und Co. sein, und es ist sicher kein Zufall, dass viele Textstellen, Songaufbauten und Gesangslinien an die amerikanischen Vorbilder erinnern. Trotzdem sind MAJESTY keine plumpe Kopie, denn dafür ist ihr Songwriting viel zu gut. Natürlich wird man das gänzlich anders sehen, wenn man True-Metal-Klischees als albern oder kitschig (was sie streng genommen ja auch sind) empfindet. Wer aber einfach Spaß daran hat, die Faust in den Himmel zu recken, "Metal!" zu brüllen und "stumpf" zu headbangen, der wird seine helle Freude an den bombastischen, mal schnellen, mal stampfenden oder auch vertrackten Hymnen der Band haben. Wie bei Manowar liegt auch bei MAJESTY der größte Reiz im sehr eigenständigen, melodischen Gesang, obwohl Tarek leider keine göttliche Eric-Adams-Kopfstimme zu bieten hat. Davon abgesehen, wird auf "Reign In Glory" stellenweise wirklich Manowar-Niveau erreicht! Kurz: Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Klugscheißer, Poser und pseudo-intellektuelle "Rock´n´Roller", die keinen Spaß verstehen, sollten Abstand halten, wenn sich die Metal-Walze in Bewegung setzt!

REVIEW 8.0 24.07.2002

(Album, RH 183, 2002)

MAJESTY - Sword & Sorcery

Jawoll! Die deutsche Antwort auf Manowar ist da! MAJESTY aus Süddeutschland sind Insidern spätestens seit ihrer „Keep It True“-Eigenproduktion ein Begriff und tauchen nicht zum ersten Mal im Rock Hard auf. Doch die Band polarisiert (bewusst) und stößt auch bei uns nicht nur auf Gegenliebe: Der klischeebeladene traditionelle Metal der Jungs liegt musikalisch wie textlich voll auf Manowar-Kurs, und das ist halt nicht jedermanns Sache. Aber egal - MAJESTY werden ihr Publikum finden und sich von Nörglern und Spöttern nicht unterkriegen lassen; da bin ich mir sicher. Das größte Plus der Band ist für meinen Geschmack der angenehme, melodische, aber jederzeit kraftvolle Gesang von Tarek Maghary, der nebenbei noch Gitarre und Keyboards spielt und sämtliche Songs geschrieben hat. Tareks Stimme passt perfekt zu den meist im Midtempo gehaltenen, atmosphärischen Schlachthymnen MAJESTYs, die die Faust eines jeden Manowar-Fans sofort in den Himmel schnellen lassen. Sicher, man kann sich darüber streiten, ob sich Newcomer-Bands schon zu Beginn ihrer Karriere wie Metal-Götter abfeiern dürfen - aber wenn man solche Klischees nicht allzu ernst nimmt, gibt es verdammt wenig, was man an MAJESTY kritisieren könnte. Jeder der acht Songs (das limitierte Doppel-Vinyl enthält noch einen Bonustrack) ist eine Hymne für sich, das Coverartwork stammt passenderweise von Ken Kelly (Manowar, Kiss), und bei ´Heavy Metal´ ist sogar Ex-Manowar-Gitarrist Ross The Boss als Gastmusiker zu hören. Also, Frank, was gibt´s zu meckern?

REVIEW 5.5 24.07.2002

(Album, RH 183, 2002)

MAJESTY - Sword & Sorcery

Ähh, Moment mal: die deutsche Antwort auf Manowar? Also, mit solchen Aussagen sollte man ja meiner Meinung nach vorsichtig sein. Denn zwischen MAJESTY und Manowar liegen Welten. Es reicht nämlich nicht, einfach nur ein paar extrem klischeebeladene „Wir sind tapfer, wir sind stark, wir sind Metal“-Texte zu brüllen und möglichst altbackenes Riffing runterzuschrubben, das so „old school“ wie möglich klingt. Ich bin ja nun wirklich kein großer Manowar-Fan, aber Joey DeMaio und seinen Mannen muss man auch als Skeptiker attestieren, dass sie einige großartige Hymnen geschrieben haben und einen fantastischen Sänger in ihren Reihen haben. Zwei Dinge, die MAJESTY (noch) fehlen. Songs und Melodien sind totales Mittelmaß und hätten auch schon in den von Götz so verehrten Achtzigern niemanden hinterm Ofen hervorgelockt. Und der Gesang von Tarek Maghary ist - und da muss ich dir vehement widersprechen, lieber Götz - schwachbrüstig und unflexibel. Keine Dynamik in den Gesangslinien, kaum Dampf hinter der Stimme. Irgendwie klingt der Mann wie ´ne Kreuzung aus Chris Boltendahl und J.D. Kimball (ex-Omen), ohne jedoch deren Charisma zu erreichen. Richtig peinlich finde ich persönlich die vereinzelten, spitzen Schreie, die wohl an Warrel Dane (Nevermore) angelehnt sind, jedoch schon auf Platte total dünn und studiotechnisch aufpoliert klingen. Bin mal gespannt, ob mich Tarek da live eines Besseren belehren kann. Wie dem auch sei: An den superlustigen Kitsch-Texten störe ich mich am wenigsten, denn die sind letztlich Geschmackssache. Musikalisch müssen MAJESTY aber noch einige Pfunde drauflegen, um auch nur annähernd mit ihren Vorbildern in einer Liga spielen zu können.

REVIEW 31.01.1992

(Album, RH 58, 1992)

MAJESTY - Majesty

Das erste, was beim Reinhören in die Erstlings-CD der Berliner MAJESTY auffällt, sind die unglaublich satten Gitarren. Klampfen ohne Ende. Sauber, scharf, dreckig. Schön wuchtiger Sound. Kommt fast so gut wie auf dem letzten Malice-Tonträger "License To Kill". Ein wahres Gitarrengewitter. Kein Wunder, ist dem Inlet doch zu entnehmen, daß Gitarrero Stefan Leiste auch für den Endmix verantwortlich war. Auch die rauhen Vocals sind nicht übel. Ebenso wie der Drumsound. Streetrock im US-Metal-Outfit, kompakt aufs Band gepowert. Und das mit nur 16 Spuren im eigenen, studiotauglich zurechtgebastelten Proberaum. Aber die Songs... Mit Abstrichen gehen 'Lapdogs Of The Devil', 'The Joker' und die balladesken 'New Paradise' und 'Lost In The Shadows' als hörenswert durch, aber bei den restlichen zehn Stücken nimmt sich die königliche Yacht größtenteils selbst den Wind aus den Segeln. Zum einen enden eine Menge Nummern auf dem angepeilten Höhepunkt immer wieder beim musikalischen coitus interruptus - in reichlich banalen Shout-Refrains. Kurz und gut: bis zum Strafraum sicher, aber dann fehlt der tödliche Paß in die Spitze, und die Stürmer treffen das Tor nicht. Zum anderen wirken auch diverse Passagen und Breaks trotz vieler guter Ansätze etwas uninspiriert. Man merkt der Scheibe immer wieder an, daß die königlichen Musikanten ein starkes Feeling für Stimmungen und Spannungsbögen haben, allerdings schrauben sie das nur zu selten flüssig zu einem homogenen Song zusammen. Das alles liest sich zweifelsfrei nicht gerade euphorisch. Muß aber nix heißen. Das Potential dieser Band ist sicherlich entwicklungsfähig, auch wenn zu einer konkurrenzfähigen Formation sicher noch einiges fehlt. Mehr als fünf Punkte sind wegen der Schwächen im Songwriting von daher nicht drin. Wer sich trotz der zugegeben recht negativen Zeilen für eine Hörprobe dieser komplett in Eigenregie entstandenen Scheibe interessiert und das Ding im Laden nicht findet, kann sich auch direkt an die Band wenden: MAJESTY, Waldenserstr. 24, 1000 Berlin 21, Tel.: 030-7521898.

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