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REVIEW 7.0 22.02.2017

(Album, RH 358, 2017)

MAJESTY - Rebels

NoiseArt/Universal (53:43) Ob MAJESTY-Chef Tarek „Metal Son“ Maghary die ewigen Vergleiche seiner Band mit Manowar wohl noch hören kann? Vermutlich nicht, denn der neueste Output der Baden-Württemberger wirkt wie der Versuch, sich vom Einfluss der einstmals so großartigen True-Metal-Helden aus New York loszusagen. Endzeit-Space-Look, überwiegender Abschied von den Drachen-und-Burgfräulein-Lyrics der Vergangenheit, verstärkter Einsatz von Keyboards - wären da nicht Tareks nach wie vor unverkennbarer Gesang, die bandtypischen Singalong-Refrains, der unvermindert starke Einsatz von Heldenchören und die klassischen True-Metal-Schlagwörter in den Songtiteln („Kings“, „War“, „Iron“ und so...), könnte man „Rebels“ fast schon als MAJESTY 2.0 bezeichnen. Anyway: Die Band bleibt sich treu, behält ihre Trademarks bei, peppt den Sound und das Drumherum aber hier und da ein wenig auf. Das kann beileibe nicht schaden - und den alteingesessenen Fans wird die Platte mit Sicherheit gefallen. 3 Fragen an MAJESTY-Chef Tarek Maghary: Tarek, 2015 ist Tristan Visser ausgestiegen, der euch fünf Jahre und drei Alben lang als Gitarrist begleitet hat. Der neue Mann an der Axt heißt Emanuel Knorr. Hat sich durch den Besetzungswechsel etwas am Songwriting-Prozess geändert? »Ich bin bei MAJESTY zwar der Hauptsongwriter, aber trotzdem ist der Prozess diesmal etwas anders gelaufen. Wir hatten nur eine Regel: Es gibt keine Regeln. „Rebels“ ist in musikalischer Hinsicht ein gewaltiger Tritt in den Arsch und textlich eine Ode an die Freiheit. Wir hatten keinen Bock mehr, wie eine Kopie von Bands aus den Achtzigern zu klingen, und haben versucht, auf dem Album unseren eigenen Stil zu finden. Man kann also sagen, wir sind musikalisch endlich angekommen. Die Scheibe klingt genau so, wie ein Metal-Album im Jahr 2017 klingen muss. Emanuel passt perfekt in die MAJESTY-Familie. Seine Gitarrenarbeit ist einfach nur fantastisch. Die Soli und Leads blasen alles weg.« Mit der Platte verabschiedet ihr euch von Rittern, Drachen und Burgen - und setzt stattdessen auf Sci-Fi/Endzeit. Wie kommt´s? »Das war eigentlich keine bewusste Veränderung. Dass man für seine Träume und Ziele kämpfen muss, hat in unseren Texten schon immer eine zentrale Rolle gespielt. Dieses Thema kannst du sowohl in einer Fantasywelt unterbringen als auch auf jede andere Zeit beziehen. Wer sich dafür interessiert, welche Message hinter MAJESTY steht, sollte unbedingt auf unserem YouTube-Kanal vorbeischauen. Dort wird es ab Mitte Februar einen Kurzfilm inklusive Musikvideo zu ´Rebels Of Our Time´ geben. Der Film erzählt die Story von jungen Rebellen, die gegen eine allmächtige Weltregierung kämpfen, welche sämtliche Freiheit - sogar unsere geliebte Musik - verboten hat. Der Film drückt die Quintessenz von MAJESTY aus.« Wie seid ihr auf die Idee gekommen, dem Promo-Material von „Rebels“ Kondome beizulegen? Ist Nachwuchs von potenziellen Kritikern unerwünscht? Er lacht: »Quatsch, wir haben nichts gegen Kritiker. MAJESTY wurden schon immer von den einen geliebt und von anderen gehasst. Auf dem Kondom steht „Fuck Like A Rebel“, und genau das sollten manche Kritiker auch mal tun. Anstatt Musik zu Tode zu analysieren, geht lieber auf ein Konzert und habt Spaß. Das Leben ist endlich, also kostet jede Sekunde so gut wie möglich aus! Das Kondom gibt es übrigens auch in der streng limitierten „Rebels“-Box, in der neben dem Album ein „Drink Like A Rebel“-Schnapsglas, eine Flagge, unser Debütalbum mit neuem Artwork und vieles mehr enthalten sein werden. Das wird ein megacooles Package!« (jp)

REVIEW 8.0 25.03.2015

(Album, RH 335, 2015)

MAJESTY - Generation Steel

NoiseArt/Universal (52:26) Mit „der deutschen Antwort auf Manowar“ verhält es sich in etwa so wie mit dem amerikanischen Original: Entweder man mag die True-Metal-Recken um Tarek Maghary - oder man mag sie eben nicht. Wie man jedoch auch zu MAJESTY stehen mag, zwei Dinge lassen sich kaum von der Hand weisen: Die Jungs erspielen sich dank ihrer starken und sympathischen Auftritte seit Jahren eine konstant wachsende Fanbasis, und bei den Veröffentlichungen des Fünfers kann man sich immer sicher sein, was man bekommt. Mit „Generation Steel“ legt die Band bereits ihren siebten Longplayer vor, und im Grunde genommen hat sich seit der Veröffentlichung von „Banners High“ vor zwei Jahren wenig verändert. Tarek und seine Mannen zocken puristischen, klassischen True Metal (genretypisch inklusive heldischer Chöre, epischer Refrains und starker Mitsing-Kompatibilität). Wie immer steckt der Teufel jedoch im Detail: Im direkten Vergleich zum Vorgänger tönt der neue Output ein wenig moderner aus den Boxen, und gleichzeitig wagt sich die Band vorsichtig an neue Elemente heran (Stichwort: mittelalterlich angehauchtes Intro zu ´Hawks Will Fly´), um ihre Songs ein wenig aufzupeppen. In der Konsequenz ist „Generation Steel“ ein wenig abwechslungsreicher (und damit besser) als seine Vorgänger ausgefallen. 3 Fragen an MAJESTY-Chefdenker Tarek Maghary: Tarek, ihr habt euch für „Generation Steel“ mehr Zeit als für den Vorgänger gelassen, und das hat der Platte hörbar gutgetan. Ihr klingt 2015 ein wenig vielschichtiger - und zu meiner Überraschung auch ein wenig moderner als in der Vergangenheit. Wie kommt´s? »Ich denke, dass „Generation Steel“ alle Elemente, die MAJESTY ausmachen, kompakt und auf zeitgemäße Weise vereint. Das Album klingt, als ob dich eine Dampfwalze überrollt. Wir haben schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Produktion gemerkt, dass wir an etwas ganz Besonderem dran sind. Das Album ist magisch. Egal, wie alt du bist oder wie du aussiehst: Du kannst ein Teil Generation Steel sein!« Die Veröffentlichung eures Debüts feiert in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag. Wie würdest du die Entwicklung deiner Band rückblickend beschreiben? »Es ist natürlich immer schwer, zu beurteilen, wie sich die eigene Band entwickelt. Ich denke, dass wir immer hundert Prozent gegeben haben. Wir sind stets unserem Herzen gefolgt. Das Schöne am Heavy Metal ist, dass du belohnt wirst, wenn du fleißig bist. Die Band ist, mit Ausnahme der Unterbrechung zwischen 2008 und 2011, stetig gewachsen. Wir sind stolz und dankbar, dass wir das Leben führen können, von dem wir schon immer geträumt haben. Das verdanken wir unseren treuen Fans, die die Band fantastisch supporten.« In der Vergangenheit habt ihr nicht nur positive Kritik erfahren. Es gab immer wieder Leute, die sich über eure Attitüde, Outfits oder Songtexte lustig gemacht haben. Haben dich die „Spötter“ jemals dazu gebracht, an deinem Kurs zu zweifeln? »Nein! Diese „Spötter“ sind meistens nur kleine unbedeutende Würmer, die nichts Besseres zu tun haben, als auf YouTube oder sonst wo über Bands abzulästern, die sie nicht mögen. Ich finde das bemitleidenswert. Sollen diese Menschen doch lieber selbst etwas auf die Beine stellen, anstatt der Welt mit ihren Kommentaren auf den Sack zu gehen. Wir und unsere Fans sind frei - und Teil einer mächtigen Union. Wenn das manchen Flachwichsern nicht passt, ist das nicht mein Problem. Genau darum geht´s übrigens auch im Text von ´Generation Steel´. Sei frei und lass dir von niemandem vorschreiben, wie du zu sein hast.« (jp)

REVIEW 7.5 18.12.2013

(Album, RH 320, 2013)

MAJESTY - Banners High

NoiseArt/Edel (51:34) Da will´s aber jemand wissen: MAJESTY hauen mit „Banners High“ das zweite Album innerhalb einer Zeitspanne von weniger als zwölf Monaten raus. Mir persönlich gefällt die Scheibe noch einen Tacken besser als der Vorgänger, den ich im Januar rückblickend betrachtet vielleicht doch ein wenig zu euphorisch bewertet habe. Im direkten Vergleich wurde der Kitschfaktor deutlich zurückgefahren, außerdem klingt die Produktion etwas roher. Die Qualität alter Manowar-Scheiben (und somit die Güte ihrer offensichtlichen Vorbilder) erreichen MAJESTY zwar auch auf ihrer sechsten abendfüllenden Langrille nicht, um die aktuellen Veröffentlichungen der ehemaligen Kings of Metal abzuhängen, reicht es inzwischen aber allemal. Mit anderen Worten: „Banners High“ pustet „The Lord Of Steel“ die Lampen aus - und ein größeres Kompliment kann man Tarek und seinen Jungs vermutlich kaum machen. 3 Fragen an MAJESTY-Frontmann Tarek Maghary: Die Veröffentlichung von "Thunder Rider" liegt noch keine zwölf Monate zurück, und ihr seid bereits mit einer neuen Platte am Start. Wie habt ihr das in dieser Geschwindigkeit hinbekommen? Ich nehme an, dass ihr neben der Band noch anderen Jobs nachgeht? »Nein, bis auf unseren Basser Carsten haben wir neben der Band keine anderen Jobs. Zwar sind wir alle nebenbei auch freiberuflich tätig, aber unser Hauptaugenmerk liegt auf MAJESTY. Wenn du mit einer Band erfolgreich sein willst, musst du jede Sekunde deines Lebens dafür geben. Wir haben viel Spaß an dem, was wir tun, und sind deswegen ziemlich produktiv. Wir können endlich unseren Traum leben.« "Banners High" klingt deutlich roher und entschlackter als sein Vorgänger. War das ein natürlicher Prozess? »Ehrlich gesagt denken wir über solche Dinge gar nicht großartig nach. Ich denke, dass gute Alben auf einem natürlichen Weg entstehen sollten. Deswegen klingt jede MAJESTY-Platte einzigartig. Ich fände es ganz schrecklich, wenn man als Band ständig das gleiche Album mit neuen Texten veröffentlichen würde. Wir haben bei „Banners High“ eine sehr fette Produktion hinbekommen, die die Emotionen der Hintergrundgeschichte gut rüberbringt.« Gibt es Neuigkeiten von eurem Gerichtsprozess mit Magic Circle Music? »Ich denke, dieses düstere Kapitel ist endgültig überstanden. Nachdem mich ein Unternehmen der Magic-Circle-Gruppe verklagt und ich den Prozess in erster Instanz gewonnen hatte, wollten sie trotz eindeutigem Urteil in die zweite Instanz gehen. Aber auch das wurde zum Glück vor Gericht abgeschmettert. MAJESTY sind jetzt stärker denn je, und wir gehen mit Vollgas nach vorne.« (jp)

REVIEW 8.0 19.12.2012

(Album, RH 308, 2012)

MAJESTY - Thunder Rider

PLUSMINUS: NoiseArt/Edel (53:16) MAJESTY sind wieder da. Wird ja auch langsam Zeit, denn wenn man von der „Metalforce“-Platte absieht, die Mainman und Sänger Tarek „MS“ Maghary mit seiner gleichnamigen Interimsband vor einigen Jahren in die Ladenregale gewuchtet hat, dann ist „Thunder Rider“ die erste „echte“ MAJESTY-Veröffentlichung seit über sechs Jahren. Geändert hat sich seit der 2006er Langrille „Hellforces“ freilich wenig: Tarek & Co. spielen nach wie vor gradlinigen Helden-Metal in der Tradition von Manowar und Konsorten. Im Grunde ist die Sache ganz einfach: Wer die gängigen True-Metal-Klischees zum Kotzen findet, wird auch dem epischen Schlachten-Metal von MAJESTY wenig bis nichts abgewinnen können, und wer bereit ist, über jene Klischees augenzwinkernd hinwegzusehen (oder sie sogar gut findet), bekommt mit „Thunder Rider“ eine Zehn-Track-Vollbedienung, von der sich die großen Vorbilder Manowar in Bezug auf ihre aktuellen Veröffentlichungen gerne ein Scheibchen abschneiden dürfen. Jens Peters 8 Heavy Metal ist mehr, als einfach nur ein paar Melodien (hin und wieder) mit einer flotten Doublebass oder ein paar E-Gitarren zu unterlegen. Gerade letztere wollen leidenschaftlich gerifft und mit Hingabe soliert werden. Sie sollen das i-Tüpfelchen, die Sahnehaube auf Songs sein, die dich entweder an den Eiern packen und dir ins Gesicht schreien, wie wütend, angepisst und energiegeladen ihre Interpreten sind, oder wahlweise, wie lässig man dem (nicht nur musikalischen) Establishment einen saftigen Gelbgrünen vor die Füße rotzt, sofern sich eine Band für die rock´n´rolligere Variante entscheidet. Von all dem gibt´s auf „Thunder Rider“ genau nullkommanullgarnichts! Und was gibt´s stattdessen? Jede Menge analysierte, sezierte und wieder aufgewärmte Manowar-Tracks aus deren nicht ganz so beschissenen Zeiten, die allerdings kaum mittelmäßiger hätten vorgetragen werden können. Wenn man sich dann noch mit ein bisschen Fantasie (und davon braucht´s z.B. im Falle des Openers und Titeltracks ´Thunder Rider´ nicht sonderlich viel) die E-Gitarren einfach mal wegdenkt und sie im geistigen Gehör durch ein paar billige Keyboard-Streicher und Akustikgitarren ersetzt, fehlt eigentlich nur noch ein aus dem Sendestudio Berlin grüßender Dieter Thomas Heck, der seine Zuschauer zur neuesten Ausgabe der ZDF-Hitparade willkommen heißt. Andreas Himmelstein 5

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