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REVIEW 8.0 23.08.2000

(Dynamit, RH 160, 2000)

LABYRINTH - Sons Of Thunder

Nach dem überaus erfolgreichen Vorgänger-Album "Return To Heaven Denied" hing die Messlatte für das italienische Sextett sehr hoch, doch das dritte Album schafft auch diese Hürde locker. Schon erstaunlich, wie selbstsicher und professionell Bands aus dem südlichen Europa dem restlichen Metal-Imperium mittlerweile einheizen. Gruselige Quiek-Sänger und Keller-Produktionen gehören längst der Vergangenheit an. Bands wie LABYRINTH können sich inzwischen gar eine Zusammenarbeit mit Produktionsguru Neil Kernon (Queensryche, Nevermore) leisten. "Sons Of Thunder" ist daher trotz seiner Verspieltheit und der massiven Keyboards schweinegut und heavy produziert. Der glasklare und megaharte Sound bilden die Grundlage für das breite Spektrum des Italo-Haufens, das von progressivem Metal bis hin zu klassisch-angehauchtem NWOBHM reicht. Okay, musikalisch ist "Sons Of Thunder" kein Quantensprung gegenüber seinen Vorgänger-Alben, aber doch in vielerlei Hinsicht ein Schritt nach ganz vorne. So verzeichnet der aufmerksame Zuhörer keine echte Schwachstelle, denn schnell pendelt sich das Material in höheren Qualitätssegmenten ein. Vom düsteren Opener 'Chapter 1' über das grandiose Hyper-Speed-Teil 'Sons Of Thunder' bis hin zum leicht poppigen 'I Feel You' groovt und fetzt die Truppe ordentlich vom Leder, immer mit dem sicheren Gespür für tolle Melodien und wunderschöne Arrangements. "Sons Of Thunder" ist ein reifes und erstaunlich ausgeglichenes Album, das den Sympathisanten-Kreis für das lateinische Sixpack ordentlich erweitern dürfte.

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