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REVIEW 7.0 13.06.2007

(Album, RH 242, 2007)

KAMELOT - Ghost Opera

Steamhammer/SPV (44:30) „Epica" und „Black Halo" sind grandiose Meisterwerke und Lehrstücke darin, wie man melodischen Metal ebenso bombastisch wie clever arrangieren kann, ohne dabei jedes Feeling zu begraben. Vor diesem Hintergrund ist das neue KAMELOT-Album eine glatte Enttäuschung. „Ghost Opera" ist völlig überorchestriert und dabei viel zu unpointiert und undifferenziert. Allein, was im Opener ´Rule The World´ u.a. an Streicherteppichen, angedeuteten Arabesken und seltsamen Backing Vocals aller Art aufgefahren wird, reicht anderen Bands, um ein ganzes Album abwechslungsreich zu gestalten - und hier, um den Groove des Songs gnadenlos zu ersticken. Viel zu oft wirkt es schlicht beliebig, wenn über die volle Albumdistanz jede auch nur potenzielle Lücke im Soundgewand mit einer Plethora von Effekten (was immer das in diesem Zusammenhang sein soll... - Red.) zugepinselt wird. Gleichzeitig tut man sich schwer, wirklich neue kompositorische Elemente zu entdecken. Und trotzdem ist „Ghost Opera" ein gutes Album. Erstens, weil das Bombastgewitter gelegentlich doch Sinn macht, wie z.B. im manisch-dramatischen Titelsong. Zweitens, weil der Band mit ´Silence Of The Darkness´ und ´EdenEcho´ zwei Songs gelungen sind, die auch auf den Vorgängern absolute Highlights gewesen wären. Und drittens, weil selbst überinszenierte KAMELOT immer noch ein melodisches Niveau an den Tag legen, von dem weite Teile der Konkurrenz nicht mal träumen können.

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