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REVIEW 25.04.2018

(VHS - Musik, RH 372, 2018)

MANOWAR - Hell On Earth

Da ist es also endlich: das seit über einem Jahr angekündigte MANOWAR-Homevideo, das Pendant zur „Hell On Wheels"-Tour bzw. „Hell On Stage"-Live-Doppel-CD. Statt allerdings ein reguläres Live-Video zu veröffentlichen, sind MANOWAR - wie gewohnt - einen Schritt weitergegangen und präsentieren uns eine rund zweistündige, aus verschiedensten Bestandteilen zusammengesetzte Dokumentation, die vor allem eines garantiert: perfektes Entertainment! So begleitet man MANOWAR beispielsweise zum „Gods Of Metal"-Festival nach Italien, erlebt die Band beim „With Full Force" in Deutschland, bestaunt die fanatischen Fan-Reaktionen bei der ersten Südamerika-Tour, feiert mit den Jungs diverse Parties, beobachtet den ´Return Of The Warlord´-Videodreh oder diverse TV-Specials, lernt die Crew kennen, besucht Autogrammstunden und wird nicht zuletzt Zeuge delikater, nicht immer jugendfreier Backstage-Szenen (FSK: 16). Dazwischen immer wieder Interviews und allerlei Blödsinn von und mit den Hautakteuren. Untermalt wird das in jeder Hinsicht überdrehte Spektakel von unsterblichen Hymnen wie ´Manowar´, ´Hail And Kill´, ´Blood Of My Enemies´, ´The Power´, ´Number 1´, ´Courage´, ´Carry On´, ´Kill With Power´ und anderen, die allerdings immer wieder unterbrochen werden. So kommt man zwar nie in den Genuss vollständiger Songs, langweilt sich dafür aber auch nicht. Im Gegenteil: Die zwei Stunden Spielzeit vergehen wie im Flug. Bestellen könnt ihr „Hell On Earth", das die Highlights aus fünf Jahren Bandgeschichte zusammenfasst, direkt bei uns zum Vorzugspreis von 30 Mark (plus Versandgebühren; im Handel wird das Video voraussichtlich teurer sein). Alle weiteren Infos findet ihr auf Seite 109. Die DVD dazu gibt´s übrigens im Dezember.

REVIEW 9.0 29.01.2014

(Album des Monats, RH 321, 2014)

GRAND MAGUS - Triumph And Power

Nuclear Blast/Warner (42:14) Es gehört eine große Portion Klasse dazu, ein solch „simples" Heavy-Metal-Album wie „Triumph And Power" zu veröffentlichen. Man muss sich aufs Wesentliche beschränken, unnötigen Ballast von Bord werfen, Ego-Spielchen sein lassen, Klischees gut verpacken können - und vor allem: Man muss richtig gute Songs auf der Pfanne haben. Ein „simples", straightes Riff wirkt nur dann nicht platt oder unspektakulär, wenn es - wie hier - aus vollster Überzeugung heraus und mit dem richtigen Spirit gespielt wird. Dass GRAND MAGUS den immer schon hatten, steht natürlich außer Frage. Wer auf der Bühne ein original (!) Rainbow-Shirt aus dem Jahre ´76 trägt, dem muss man von „Spirit" und „Überzeugung" nichts erzählen - aber einen Song macht das von alleine auch noch nicht rund. Dafür braucht es noch ein paar ebenso überzeugte Mitstreiter und das richtige Gespür für zwar zeitlose, aber eben auch zeitgemäße Melodien. Letztere gibt es auf „Triumph And Power" zuhauf: Vom Opener ´On Hooves Of Gold´ (der genau so klingt, wie es der Titel vermuten lässt) über den grandiosen Titelsong ´Triumph And Power´ (der genau so klingt, wie es der Titel vermuten lässt) bis zum abschließenden ´The Hammer Will Bite´ (das genau so klingt, wie es der Titel vermuten lässt) ist diese Platte ein einziges Abfeiern des echten, traditionellen Heavy Metal. Und selten hat Sänger JB dabei souveräner geklungen! Hört euch nur mal ´Triumph And Power´ an, und ihr merkt sofort, wie viel tiefste Überzeugung in einer (früher mal recht unauffälligen) Gesangsstimme stecken kann. Hier verkommen die Klischees nicht zum Selbstzweck; sie sind absolut ernst gemeint. Und das gilt genauso für die Musik, die das Spektrum zwischen Dio und Black Sabbath einmal mehr gekonnt abdeckt. Durchhänger und Füller wird man auf dieser Scheibe nicht finden. Für mich ist „Triumph And Power" nicht nur zwangsweise das Album des Monats, sondern bereits jetzt einer der großen Momente des Jahres 2014. Mögen weitere folgen! LINE-UP JB Christoffersson (g. & v.) Fox Skinner (b.) Ludwig Witt (dr.) DISKOGRAFIE Grand Magus (2001) Monument (2003) Wolf´s Return (2005) Iron Will (2008) Hammer Of The North (2010) The Hunt (2012) Triumph And Power (2014) DIE PATEN Dieses Album solltet ihr gehört haben, wenn ihr auf folgende Bands steht: Dio * Rainbow * Iron Maiden * Judas Priest * Black Sabbath * Accept * W.A.S.P. * Candlemass * Running Wild * Bullet * Twilight Of The Gods Und das sagt GRAND MAGUS-Gitarrist/Sänger JB zu „Triumph And Power": »Es ist eine Ehre, die Richterskala im Rock Hard anführen zu dürfen! Wir haben all unser Herz und unsere Seele in die neue Platte gesteckt, und es fühlt sich toll an, dafür die Anerkennung eines der renommiertesten Magazine der Metal-Welt zu bekommen. Wir glauben, dass „Triumph And Power" unser bislang stärkstes Album ist, und ihr habt uns darin bestätigt. Wir haben drei Monate lang komponiert und dann zwei Monate im Studio gearbeitet - zusammen mit Nico Elgstrand, wie schon bei „Hammer Of The North" und „The Hunt". Nico macht uns immer wieder klar, dass es keine Kompromisse geben kann!«

REVIEW 8.0 18.12.2013

(Album des Monats, RH 320, 2013)

ICED EARTH - Plagues Of Babylon

Century Media/Universal (62:24) Ich gestehe, dass ich ICED EARTHs Karriere nach dem neuerlichen Ausstieg von Matt Barlow mehr oder weniger abgeschrieben hatte. Schon mit Ripper Owens verlor die Band trotz des überragenden „The Glorious Burden" stündlich an Popularität, weil Matt einfach bis in alle Ewigkeit mit ICED EARTH-Sternstunden à la ´Melancholy´, ´I Died For You´, ´Watching Over Me´ oder ´The Hunter´ assoziiert werden und als einer der besten Frontmänner des „modernen" US-Metal unersetzbar bleiben würde. Ein relativ unbeschriebenes Blatt wie Stu Block (seine Vorgängerband Into Eternity war ja nur Insidern ein Begriff) würde keine reelle Chance von den Fans bekommen, dachte ich, gute Stimme hin oder her. Aber weit gefehlt: Stu machte seine Sache auf Anhieb ziemlich gut und konnte sich - trotz teils sehr ähnlicher Stimmfärbung - schnell aus dem Matt-Barlow-Schatten befreien. „Plagues Of Babylon" ist nun sein zweites vollständiges Album mit ICED EARTH (die Live-Scheibe zwischendrin nicht mitgerechnet) und eine absolut souveräne Vorstellung. Er klingt selbstbewusster, ein bisschen eigenständiger und passt sich den Stimmungen der einzelnen Songs besser an. Seine „Ripper-Owens-Kopfstimme" (die er ebenfalls beherrscht) setzt er seltener ein, das warme Matt-Barlow-Timbre kommt noch ziemlich oft durch, aber unterm Strich dominiert sein kraftvolles US-Metal/Melodic-Thrash-Organ. Bandkopf Jon Schaffer steht natürlich trotzdem im Mittelpunkt des Geschehens und feuert ein typisches ICED EARTH-Riff nach dem anderen ab. Die Anschläge seiner rechten Hand erinnern wie gehabt oft an den frühen James Hetfield, erfolgen aber auch in höchstem Slayer-Tempo mit einer Präzision, die schlicht einmalig ist. Es gibt eigentlich kaum einen Rhythmusgitarristen im härteren Metal-Bereich, der Jon hier Paroli bieten kann (Gary Holt und Lee Altus wie immer ausgenommen). Super! Das Songmaterial ist ebenfalls durchgängig stark und reicht von typischen ICED EARTH-Hymnen wie ´Plagues Of Babylon´, ´The Culling´ oder ´The End?´ bis hin zur tollen Coverversion des Country-Standards ´Highwayman´, bei dem neben Stu auch Jon selbst, Volbeats Michael Poulsen (sehr gut) und Symphony X´ Russell Allen (überragend!) am Gesangsmikro zu hören sind. Die eine oder andere Melodie kennt man zwar von älteren ICED EARTH-Scheiben, aber die Trefferquote ist trotzdem sehr hoch. Insgesamt einen Tick stärker als der Vorgänger „Dystopia" und daher verdientermaßen Album des Monats. Well done, angry men! LINE-UP Jon Schaffer (g.) Troy Seele (g.) Stu Block (v.) Luke Appleton (b.) Raphael Saini (dr.) DISKOGRAFIE (Studioalben) Iced Earth (1990) Night Of The Stormrider (1991) Burnt Offerings (1995) The Dark Saga (1996) Days Of Purgatory (Demos & Re-Recordings, 1997) Something Wicked This Way Comes (1998) Horror Show (2001) Tribute To The Gods (Covers, 2002) The Glorious Burden (2004) Framing Armageddon (2007) The Crucible Of Man (2008) Dystopia (2011) Plagues Of Babylon (2014) DIE PATEN Dieses Album solltet ihr euch einverleiben, wenn ihr auf folgende Bands steht: Metallica * Iron Maiden * Judas Priest * Slayer * Thin Lizzy * Kiss * Symphony X * Into Eternity * Saxon * Accept * Annihilator * Death Angel * Forbidden * Kreator * Jag Panzer * Running Wild

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