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REVIEW 8.0 19.06.2019, 08:00

(RH 386, 2019)

HOLLYWOOD VAMPIRES - Rise

PLUS-MINUS Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass sich „Rise“ genau wie das selbstbetitelte HOLLYWOOD VAMPIRES-Debüt aus dem Jahr 2015 nicht zuletzt aufgrund der beteiligten Promi-Mannschaft - Alice Cooper am Gesang, Aerosmiths Joe Perry und Hollywood-Posterboy Johnny Depp an den Gitarren - zumindest in den Vereinigten Staaten so gut wie das sprichwörtliche „geschnitten Brot“ verkaufen wird. Im Gegensatz zum Debüt, einem reinrassigen Cover-Album, findet sich auf „Rise“ eine Mischung aus Eigenkompositionen und Cover-Stücken (u.a. Songs von David Bowie, Johnny Thunders und The Jim Carroll Band), wobei Letztere nicht nur nachgespielt, sondern liebevoll umarrangiert wurden und sich deshalb stilistisch hervorragend zwischen Erstere einpassen. Dass die Produktion erneut erstklassig ist, versteht sich sowieso von selbst, hier sind schließlich keine Anfänger am Werke. Unterm Strich ist den Herren mit „Rise“ ein sehr ordentliches Classic-Rock-Album geraten, das aber sicherlich weitaus weniger Beachtung finden würde, wenn es Horst aus Castrop-Rauxel, Klaus aus Herne und Günther aus Gelsenkirchen aufgenommen hätten. Jens Peters 8 Ein Schockrock-Urvater im zigsten Frühling, ein seit Jahren kreativ verarmtes Songwriting-Genie und Gitarren-As sowie ein Auch-Musiker, der sich als Opfer seines Starruhms vor wie abseits der Filmkamera stetig weiter herabwirtschaftet, geben eigentlich ein interessantes Trio ab - allerdings eher im Reality-TV als auf einem Rockalbum. Dass „Rise“ nun wie sein Vorgänger erstaunlich souverän wirkt, liegt wahrscheinlich an gehöriger Schützenhilfe beim Songwriting und Anwenden moderner Studio-Kniffe, doch unabhängig davon sind HOLLYWOOD VAMPIRES ganz einfach öde. Egal, wer die Stücke geschrieben und eingespielt hat: Mit ihrer Substanz ist es im Vergleich zu jeder anderen halbwegs professionell agierenden Vintage-Band nicht weit her, wohingegen die Fremdkompositionen zumindest von Geschmack zeugen. Den würde aber auch ein bloßer Blick in die Plattensammlungen der Macher (bei „MTV Cribs“?) belegen. Andreas Schiffmann 6

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