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REVIEW 8.0 26.08.2015

(Album, RH 340, 2015)

ROYAL SOUTHERN BROTHERHOOD - Don´t Look Back

Ruf Records (64:88) VÖ: bereits erschienen Man sollte meinen, die Zukunftsaussichten einer Band, die den plötzlichen (aber freundschaftlichen) Weggang ihrer kompletten Gitarrenfraktion zu verkraften hat, scheinen keinesfalls rosig zu sein. Nicht so bei RSB, die eine simple, aber sehr effektive Lösung für dieses Problem gefunden haben: Gehen zwei prominente und hochklassige Musiker wie Devon Allman und Mike Zito von Bord, verpflichtet man eben zwei ebenso qualifizierte und bekannte Akteure. Und so lassen nun Bart Walker (einer der besten Gitarreros in der amerikanischen Blues- und Swamprock-Szene) und Tyrone Vaughan (Sohn des grossartigen Jimmy Vaughan und Neffe des legendären Stevie Ray Vaughan) die sechs Saiten qualmen, dass es eine wahre Freude ist. Der Besetzungswechsel wirkt sich auch direkt auf das Songmaterial aus, das gerade im Vergleich zur letzten Scheibe wesentlich zielstrebiger und kompakter um die Ecke kommt. Alleine der schmissige Eröffnungsrocker ´I Wanna Be Free´ und das mit viel Gute Laune-Feeling versehene ´Reach My Goal´ zeigen auf beeindruckende Art und Weise, dass die Allstar-Band um Mastermind Cyril Neville (voc./perc.) keineswegs am Ende, sondern im Gegenteil eher am Anfang ihrer Erfolgsgeschichte stehen. Wer gute Rockmusik schätzt, aber auch vor Soul- und Cajun-Ausflügen nicht zurückschreckt, sollte diesen Silberling unbedingt auf seinem Einkaufszettel notieren.

REVIEW 8.0 22.04.2015

(Album, RH 336, 2015)

JARED JAMES NICHOLS - Old Glory And The Wild Revival

Listenable/Edel (58:25) Wer mit Southern-, Heavy- und Bluesrock Schwierigkeiten hat und um Protagonisten wie Lynyrd Skynyrd, ZZ Top, Leslie West, Robin Trower und Tinsley Ellis einen großen Bogen macht, sollte das bei „Old Glory And The Wild Revival" auch tun. Allen anderen empfehle ich diese starke Scheibe des mir bis dato völlig unbekannten Gitarristen JARED JAMES NICHOLS. Der junge Mann beruft sich musikalisch auf erstklassige Referenzen, geht aber in der Konsequenz wesentlich explosiver zur Sache und entwickelt trotz aller Bezugnahme auf seine Einflüsse ein hohes Maß an Eigenständigkeit. Nichols bringt die Saiten schwer zum Qualmen, das ist extrem unterhaltsam und hat Klasse, aber zum Glück besitzt er ein gutes Gespür für die richtige Dosierung, so dass das Ganze nicht zu einer technischen Nabelschau mutiert. Die Gitarrensalven sind prima eingebettet in stimmige und zupackende Kompositionen. Der US-Amerikaner, der auch als Sänger top ist, hält ein extrem hohes Niveau, und ihm geht auch zum Ende der Scheibe hin nicht die songschreiberische Puste aus. Und trotz des hohen Rock´n´Roll-Faktors: Auch in ruhigerem Fahrwasser kann er bestehen, und es wird nicht kitschig-unangenehm. Neben elf eigenen Songs bietet die Platte mit ´Come On In My Kitchen´ eine mehr als anständige Robert-Johnson-Coverversion und als Bonus noch zwei Tracks der „Live At The Viper Room"-EP.

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