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REVIEW 9.0 21.11.2012

(Album, RH 307, 2012)

GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR - Allelujah! Don´t Bend. Ascend!

Constellation/Cargo (55:06) Die Gerüchteküche blieb geschlossen, nur zwölf Personen weltweit wussten etwas, das Presswerk wurde mit falschem Bandnamen in die Irre geführt - und die Sensation ist perfekt: Bis zum 1. Oktober gelang es den reformierten stilprägenden Instrumental-Rock-Originalen, die Existenz eines neuen Albums geheim zu halten. An jenem Abend gab die Band ein Konzert in Boston, es war die erste Show der Herbst-Tour, und pünktlich um 18:59 Uhr Ortszeit wurde die LP auf den Merchandise-Tisch gelegt. Keine 24 Stunden später brach der Server des Labels zusammen, der absolute Vorbestellungswahnsinn war ausgebrochen. Zehn Jahre nach „Yanqui U.X.O.“ türmt die einzigartige kanadische Achtermannschaft erneut wolkenkratzerhohe Epen auf und erobert sich die Deutungshoheit über den Begriff „Klangteppich“ zurück. So schick die Phonwände der kompletten Roadburn-Szene auch tönen: Bitte beiseite treten, denn hier kommt das Original! Anno 2012 verbindet die Combo - grob umrissen - das bewegliche, spielerische Element des bislang letzten Albums mit ihrem Referenzwerk schlechthin, „Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven“, speziell mit dem einzigartigen, hauptsächlichen Trademark „Es geht verträumt, sanft und leise los, wird immer lauter und dramatischer, und Schritt für Schritt fließen immer mehr Instrumente ein und verwandeln die Komposition zu einem riesigen schreienden Ganzen“. Das Comeback-Album (mir liegt die Vinyl-Version vor, die aus einer Gatefold-LP und einer 7“ besteht) fordert vollste Aufmerksamkeit und zwingt zu Ehrfurcht, denn nicht nur die kompositorische Qualität der langen Stücke sorgt für vollfarbige orchestrale Wucht, sondern auch die gleichermaßen analoge wie auch facettenreiche Produktion sowie das vollendete Spiel mit Stimmungen, mit der „zusätzlichen Ebene“ (wie auch bei Neurosis). Perfektioniert hat das „Postrock-Orchester“ zudem das Komponieren von Drone-Epen, die auf einem Ton, maximal zwei Tönen basieren. Minimale Variation, maximale Wirkung. Große Kunst.

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