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REVIEW 9.0 24.05.1991

(Dynamit, RH 51, 1991)

DEMON - Hold On To The Dream

Für DEMON ist die Stunde der Wahrheit gekommen: Floppt das neue Album, so dürfte die weitere Zukunft der Band mehr als ungewiß sein, Gelingt es jedoch, mit "Hold On To The Dream" an die Erfolge der letzten beiden Veröffentlichungen ("One Helluva Night/Live", "Taking The World By Storm") anzuknüpfen, so wären DEMON ihrem Traum, nach über zehn Jahren endlich von der Musik leben zu können, ein Stück nähergekommen. Wenn ihr mich fragt: "Hold On To The Dream" ist ein würdiger Nachfolger für das überragende "Helluva Night"-Livealbum geworden. Mit der regulären LP veröffentlichen DEMON diesmal noch eine zusätzliche EP, da man das aufgenommene Material, das es auf eine Gesamtspieldauer von rund 70 Minuten bringt, komplett an die Fans weitergeben und auf unnötige CD-Bonustracks verzichten wollte. So findet man auf den Seiten A und B das eigentliche neue Album und auf den beiden EP-Seiten vier weitere Songs, die unter normalen Umständen im Produktionsabfall gelandet wären. Die sieben Songs der ersten beiden Vinyl-Seiten sind vom ersten bis zum letzten Ton makellos und bieten alles, was man von einer Band wie DEMON verlangt: anspruchsvolle Arrangements, abwechslungsreiche Gitarren, treibende Rhythmsection, atmosphärische Keyboards, ausdrucksstarker Gesang, erstklassige Produktion etc. - Höhepunkte: der treibende Hardrocker 'The Lion's Share', der hymnenartige Opener 'No More Hell On Earth' und die Megaballade 'Ivory Towers'. Das Material der "Bonus-EP" dagegen ist für DEMON-Verhältnisse zum Teil ungewöhnlich eingängig und straight und erinnert mich an die weniger orchestralen Stücke der "Plague"- oder "British Standard Approved"-Phase. Auch wenn mir beispielsweise 'Out Of The Shadows' längst nicht so gut gefällt wie die ersten sieben Kracher des Albums, bleiben unterm Strich neun verdiente Punkte. DEMON zählen halt zu den Bands, die auch aus weniger genialen Nummern noch echte Hits zaubern!

REVIEW 20.07.1990

(Album, RH 42, 1990)

DEMON - One Helluva Night (Live In Germany)

Zehn Jahre DEMON - und immer noch kein Bestseller! Der Grund, so paradox er auch zunächst erscheint, liegt auf der Hand: DEMON sind schlicht undeinfach zu anspruchsvoll für den leider immer oberflächlicheren Metal-Markt. Wenn Sebastian Bach in irgendeiner L.A.-Garderobe sein Catering an die Wände schmiert (die Anspielung auf ein unlängst veröffentlichtes Skid Row-Poster ist euch hoffentlich nicht entgangen...), stellt das für gewisse Leute offenbar einen überzeugenderen Kaufgrund dar als erstklassig gespielter Hardrock ohne pubertären Firlefanz - traurig, aber wahr. Wenn die musikalische Qualität Erfolgskriterium Nummer eins wäre, müßten DEMON längst den Rock-Olymp für sich gepachtet haben. Wer das bezweifelt, sollte sich ganz einfach vorliegendes Doppel-Livealbum (aufgenommen während der letzten Deutschlandtour in Ludwigsburg) zu Gemüte führen. "One Helluva Night" bietet unverfälschten, zeitlosen Heavyrock, wie ihn heute nur noch wenige Bands beherrschen. Hier stimmt vom Songwriting bis zur Instrumentierung, vom Gesang bis zum bandinternen Zusammenspiel und von der Produktion bis zum fast schon Bootleg-artigen Livecharakter der Scheibe restlos alles. Klassiker wie 'Don't Break The Circle', 'Night Of The Demon', 'Blackheath', 'The Plague', 'Sign Of A Madman', 'Commercial Dynamite' oder 'The Life Brigade' sollten eigentlich für sich sprechen und die Höchstwertung ohne Abstriche für jedermann nachvollziehbar machen. Absoluter Pflichtkauf!

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