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REVIEW 8.0 23.11.2016

(Dynamit, RH 355, 2016)

DEMON - Cemetery Junction

Spaced Out/Soulfood (55:37) Das letzte DEMON-Album „Unbroken“ (2012) war kein totaler Knaller, im Vergleich zu seinen drei Vorgängern, dem okayen „Spaced Out Monkey“ von 2001 sowie den komplett verzichtbaren „Better The Devil You Know!“ von 2005 und „Blow-Out“ von 1992 (!), aber ein deutlicher Schritt nach vorne. „Cemetery Junction“ geht nun trotz diverser Abzüge in der B-Note (langweiliges Artwork, durchschnittliche Produktion, zudem singt Dave Hill halt nicht mehr ganz so formidabel und energetisch wie 1981) als bester Release der NWOBHM-Legende seit dem ´91er Superwerk „Hold On To The Dream“ über die Ziellinie, dafür sorgt alleine das über weite Strecken bockstarke Songwriting, für das man sich als Vorlage wahrscheinlich ´ne Mischung aus dem ´87er „Breakout“ mit seiner noch verhaltenen Epik und dem ´83er Metal/Neoprog-Mischling „The Plague“ zusammengebastelt hat: Zwei Ausfällen (´Drive´, ´Out Of Control´) und wenigen mittelprächtigen Nümmerchen steht somit mit u.a. den eher ruhigen ´Queen Of Hollywood´ und ´Miracle´, dem straighten ´Turn On The Magic´ sowie den beiden Klasse-Openern ´Life In Berlin´ und vor allem ´Are You Just Like Me´ (auf „Taking The World By Storm“-Niveau!) echtes Earcandy gegenüber, das die livetechnisch sowieso nach wie vor reüssierende Truppe auch in Sachen Tonträger noch mal in den Fokus rücken sollte. Klar, ich bin großer DEMON-Fan, aber „Cemetery Junction“ wird tatsächlich auch unbedarfte Hörer nachhaltig mitnehmen - da bin ich mir sicher!

REVIEW 7.5 20.07.2005

(Album, RH 219, 2005)

DEMON - Better The Devil You Know

(40:31) Unkraut vergeht nicht, heißt es so schön - und im Falle von DEMON muss man hierfür einfach dankbar sein. Zwar hat sich auch die eine oder andere Veröffentlichung in den Backkatalog der Band um Sänger Dave Hill geschlichen, die qualitativ hinter Klassikern wie „The Unexpected Guest“ (1982), „Taking The World By Storm“ (1989) oder „Hold On To The Dream“ (1991) zurückbleibt - alles in allem aber bleibt das bisherige Vermächtnis der gerne übersehenen NWOBHM-Legende ohne Makel. Auch „Better The Devil You Know“ ändert daran nichts. Im Gegenteil: Das neue Album wird selbst die Anhänger der Truppe wieder versöhnlich stimmen, die bis heute nicht so recht wissen, was sie von der großartigen, aber ungewöhnlich modern und experimentell klingenden Veröffentlichung „Spaced Out Monkey“ zu halten haben. „Better The Devil You Know“ wirkt deutlich klassischer, baut auf einem harten Gitarrenfundament mit starken Refrains auf und verzichtet ebenso auf moderne Soundexperimente wie auf Pink-Floyd-mäßige Keyboardexzesse für ein Plus an „progressiver“ Epik. Ein absolut gelungenes Album mit hörenswerter Gitarrenarbeit, das in der Grauzone von britischem Heavy Metal und klassischem Hardrock (der in Knüllern wie ´Standing On The Edge´ oder ´Dead Of The Night´ etwas an härteres Bob-Catley-Material erinnert) überzeugt, allerdings auch einen etwas pralleren Sound hätte vertragen können.

REVIEW 8.5 19.09.2001

(Album, RH 173, 2001)

DEMON - Spaced Out Monkey

Welcome back, DEMON! Neun Jahre nach ihrem letzten Studiowerk „Blow Out" haben die Briten ein durch und durch mutiges und inspiriertes Album eingespielt. Indiz für ihre hellwache Ankunft im Jahr 2001 ist sicherlich, dass sie ihre traditionellste Nummer mit dem bezeichnenden Titel ´Let Me Out Of Here´, die stilistisch problemlos auf ihren großen Klassiker „Taking The World By Storm" gepasst hätte, ans Ende der Tracklist von „Spaced Out Monkey" gesetzt haben. Im Gegensatz zu so manchen Altersgenossen, die sich bislang an der Montage von eigenen Trademarks mit modernen Sounds versuchten, ist DEMON das Kunststück geglückt, eine bestechend homogene, glaubwürdige und quicklebendige Mischung aus mitreißenden Melodien und vielfältigen zeitgemäßen wie klassischen Elementen zu finden, getoppt von Dave Hills großartigen Vocals. Wahre Kunst - und ein Crossover-Werk, das diesen Namen verdient, ohne mit aufgesetzten Kindereien aufgeschlossene Altfans vor den Kopf zu stoßen. Auf „Spaced Out Monkey" stehen zarte Pianoklänge, Heavy-Riffs und psychedelisch angehauchte Soundeffekte neben Aggro-Shouts der neuen Schule oder Mainstream-Radio-tauglichen Ohrwurm-Attacken. Zeitweilig hat man das Gefühl, am Samstagabend auf einer Kneipenmeile unterwegs zu sein, wo aus jeder Tür ein anderer mitreißender Sound wabert. Und man kommt nicht daran vorbei, bei jeder Station einen Drink zu ordern und das Glas auf die Jungs zu erheben. Wer einen kleinen Zug um die Häuser vertragen kann, sollte sich probehalber in Songs wie ´Cry From The Streets´, ´Never Saw It Coming´, ´Dreamtime´ oder ´Streetwise Cowboy´ einklinken.

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