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REVIEW 8.5 01.07.2020, 08:00

(Dynamit, RH 398, 2020)

DEEP PURPLE - Whoosh!

Aller guten Dinge sind drei: Nach „Now What?!“ und „Infinite“ ist mit „Whoosh!“ auch das dritte DEEP PURPLE-Album unter der Regie von Song-Zurechtrücker Bob Ezrin ein Volltreffer geworden. Schon nach den ersten beiden Songs, dem wunderbar groovenden Überhit ´Throw My Bones´ und dem formvollendeten, mit extrem wirkungsvollen Rhythmuswechseln durch die Gehörgänge cruisenden Heavy-Rocker ´Drop The Weapon´, schwebt der geneigte Hörer im siebten Purpurhimmel. Und abgesehen von ein paar „nur“ guten Nummern geht es auf ähnlich hohem Niveau weiter. Variantenreich, druckvoll und taufrisch rocken die Hardrock-Granden durch Songs, die nur selten vorhersehbar und niemals bieder oder arthritisch klingen. Auch straighte Feger wie der Shuffle-Kracher ´No Need To Shout´, der sonnige Rock´n´Roller ´What The What´ oder das funkige ´Dancing In My Sleep´ haben immer das gewisse Etwas, das sich nur eine Weltklassekapelle mal eben so nebenbei aus dem Ärmel schüttelt. Noch eine Spur spannender sind allerdings fast schon proggige Mini-Epen wie der warmherzige, klassisch lasierte Tea-&-Biscuits-Rocker ´Nothing At All´ (zum Niederknien: Don Airey) oder das spooky-sphärisch verwehte, mit sakralen Orgelklängen alle Neune abräumende ´Step By Step´. Und wer auch vor Steve Morse niederknien möchte: Einfach dem Gitarrensolo in ´The Long Way Round´ lauschen. „Whoosh!“ heißt nicht nur das Album, „Whoosh!“ macht es auch nach spätestens zwei, drei Durchläufen im Großhirn. Ein sehr, sehr feines Alterswerk. Chapeau, die Herren!

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