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REVIEW 19.11.2014

(Album, RH 331, 2014)

CARCASS - Surgical Remission/Surplus Steel

Nuclear Blast/Warner (17:50) Wie oft hat man sich als Die-hard-Fan einer Band schon geärgert, dass man sich ein Album in mehrfacher Ausführung zulegen muss, um alle Bonustracks auf physischen Tonträgern zu besitzen? CARCASS verschaffen mit der „Surgical Remission/Surplus Steel“-EP Abhilfe: Hier finden sich die drei Bonustracks, die zuvor nur auf dem „Surgical Steel“-Digipak, dem Japan-Import und Flexi-Disc veröffentlicht wurden. Außerdem gibt´s mit ´Livestock Marketplace´ eine gänzlich unveröffentlichte Nummer sowie eine längere Version des Album-Intros ´1985´ zu hören. Stilistisch bewegen sich die Songs im Vergleich zum grandiosen „Surgical Steel“-Album eher im Midtempo, fallen durchweg gutklassig, aber auch ein Stück weit unspektakulär aus. Fans schlagen auf jeden Fall zu, solche, die es noch werden wollen, sei der 2013er Longplayer ans Herz gelegt. 3 Fragen an CARCASS-Fronter Jeff Walker: Jeff, warum habt ihr die vier Songs der „Surgical Remission/Surplus Steel“-EP nicht auf dem regulären Album veröffentlicht? »Es gab keinen Raum für die Songs. Wir sind Kinder des Albumzeitalters und denken immer noch in Vinyl-Dimensionen. Von daher haben wir „Surgical Steel“ so gestaltet, dass der Longplayer auf eine A- und B-Seite passt. Außerdem wollten wir nicht, dass das Album zu lang wird. Mit den vier Bonustracks hätte „Surgical Steel“ eine Spielzeit von 65 Minuten gehabt.« Die vier Songs haben stilistisch mehr mit dem Midtempo-lastigen „Swansong“-Album gemein als mit dem rasanten „Surgical Steel“-Material. Man könnte vermuten, dass die Tracks als Erstes entstanden sind. »Ob ihr es glaubt oder nicht, aber ´Zochrot´ stammt von einer der ersten Proben, während ´Livestock Marketplace´ einer der Songs war, die wir als Letztes komponierten. ´A Wraith In The Apparatus´ enthält ein altes Gitarren-Lick, zu dem wir einige Minuten gejammt haben, als die Arch-Enemy-Jungs noch in der Band waren. Ich stimme zu, dass die Tracks nicht so thrashig wie das Album sind. Was den „Swansong“-Vergleich angeht: Er trifft gewissermaßen zu, aber die Songs sind immer noch wesentlich besser umgesetzt als alles, was wir damals auf dem Album hatten. Die EP ist aber eine gemischte Tüte, und eigentlich klingt keiner der 15 Songs, die wir aufgenommen haben, wie ein anderer.« Wie würdest du die gesamte „Surgical Steel“-Erfahrung inklusive eurer Tourneen zusammenfassen? »Sehr erfüllend. Es fühlt sich so an, als wäre die Band populärer als jemals zuvor, und wir können nun auch mit den großen Jungs spielen. Wir werden nächstes Jahr noch einige große Shows absolvieren und in Ländern touren, in denen wir noch nicht waren. Aber wir gehen die Sache wahrscheinlich etwas lockerer an. Wir waren seit dem Release des Albums unentwegt auf Achse. Es wäre schön, etwas Zeit zu finden, um neue Songs zu schreiben.« (rb)

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