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REVIEW 7.5 21.10.2020, 08:00

(Album, RH 401, 2020)

BLUE ÖYSTER CULT - The Symbol Remains

Trotzig kommt der Albumtitel daher: „The Symbol Remains“. 19 Jahre nach ihrem letzten Studiowerk „Curse Of The Hidden Mirror“ und satte 39 Jahre nach der letzten musikalischen Großtat „Fire Of Unknown Origin“ präsentieren BLUE ÖYSTER CULT immerhin 14 neue Songs. Und natürlich lautet die große Frage: Haben Eric Bloom und Buck Dharma den Anschluss verloren? Laut eigener Aussage soll die Platte die gesamte stilistische Bandbreite der in den Sechzigern als Soft White Underbelly gegründeten Formation abdecken. Auf dem Papier ein schier unmögliches Unterfangen. Doch die New Yorker schlagen sich dabei gar nicht mal so schlecht. Der als Single ausgekoppelte Opener ´That Was Me´ etwa klingt durchaus kontemporär, besitzt diese BÖC-typische Pop-Hinterlistigkeit und erinnert, so komisch es auch klingen mag, ein ganz klein wenig an Alice Cooper. Am entgegengesetzten Ende des Spektrums ist eine Nummer wie ´The Alchemist´ angesiedelt, mit sechs Minuten die längste Komposition des Albums: Im gemächlichen Erzähltempo mit einfühlsamer Pianobegleitung und eingängigen Hooks wird ein düster-episches Gefühl evoziert - so kennt man BLUE ÖYSTER CULT aus den Siebzigern. Dazwischen kehrt sogar die Heilige Cäcilia zurück, eine Anknüpfung an die Vorgängerband Stalk-Forrest Group (aus den späten Sechzigern): Buck Dharma glänzt auf ´The Return Of St. Cecilia´ mit ein paar staubtrockenen Gitarrenlicks und lässt seiner Liebe zum unbeschwerten Boogie Rock freien Lauf. Macht gute Laune. In seiner Gesamtheit ist „The Symbol Remains“ alles andere als eine Fehlzündung. Auf der anderen Seite aber natürlich auch kein neuer Klassiker im Gesamtschaffen. Unterm Strich bleibt ein solides Spätwerk nicht ohne Reize für die Anhängerschaft der Band.

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