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REVIEW 7.0 29.08.2018

(Album, RH 376, 2018)

BEYOND THE BLACK - Heart Of The Hurricane

PLUS-MINUS Airforce1/Universal (64:48) BEYOND THE BLACK-Frontfrau Jennifer Haben nahm „Heart Of The Hurricane“ mit neuem Line-up auf und scheint vom „Niedliches Trällermädchen“-Image die Nase voll zu haben. Dementsprechend röhrt der Opener ´Hysteria´ alles andere als handzahm aus den Boxen, und der Titeltrack oder das raubeinige ´Freedom´ starten gar mit Riffs, die auch von Rage stammen könnten. Die Vorabend-TV-tauglichen Refrains aber haben die Symphonic-Metaller beibehalten - mal mit einer Prise Mittelalter (´Song For The Godless´), mal mit bombastischen Chören (´Beneath A Blackened Sky´). Das tönt immer noch reichlich poppig - nicht jedermanns Sache. Fakt ist jedoch, dass die Band ein goldenes Näschen für Hit-Material hat und ihren Erfolg mit dieser Scheibe vermutlich weiter ausbauen wird. Und wenn die Platte auch nur für eine Handvoll zukünftiger Metalheads als Einstiegsdroge taugt, ist doch alles gut. Alexandra Michels 7 Hui, richtig gefährlich, was die umherziehende Casting-Show BEYOND THE BLACK da neuerdings zu Gehör bringt: Röhren, Riffs, Raubeine, Refrains und Rage reichen aber leider immer noch nicht, um den Eindruck zu vermitteln, die „Band“ sei der „real deal“ und kein Reißbrettentwurf, rekrutiert aus der Retorte einer vom zuständigen Label mitfinanzierten „Popakademie“. Insofern hat die Pluskritik Recht: „Heart Of The Hurricane“ ist Pop mit harten Gitarren als Identifikationsangebot für Jungs und Mädchen, die Rockmusik noch romantisieren und echten Rotz nicht vom, ähem, letzten Rotz unterscheiden können - vorerst, denn die Chose klingt so hölzern, dass sie schnell dahintersteigen werden. Insofern gilt auch das Einstiegsdrogen-Argument nicht, und während ihr jetzt die „Rs“ in diesem Text zählt, bin ich dank Alex darauf gekommen, mal wieder Six Feet Unders ´Beneath A Black Sky´ zu hören. Andreas Schiffmann 3

REVIEW 6.5 24.02.2016

(Album, RH 346, 2016)

BEYOND THE BLACK - Lost In Forever

Keine Frage, BEYOND THE BLACK waren der deutsche Senkrechtstarter des Jahres 2015. Zehn Chart-Wochen mit einem Debüt (höchste Position: Platz zwölf), davon können andere Newcomer nur träumen. Und der Höhenflug geht weiter: Im März sind die Mannheimer Symphonic-Metaller mit den Scorpions auf Arena-Tour, das passende Album mit ein paar schmalztriefenden Balladen und Melodien hat man dann bereits im Gepäck. „Lost In Forever“ haut in dieselbe musikalische Kerbe wie das Debüt. Die Songs sind weitgehend auf die süße und durchaus beeindruckende Stimme von Jennifer Haben zugeschnitten, höchst professionell produziert und arrangiert. Der Titeltrack rockt eigentlich ziemlich klischeearm los, auf dem Niveau hätte die Band gerne weitermachen können, aber weite Teile der Platte klingen wie eine Bewerbung für TV-Formate (´Beautiful Lies´, ´Against The World´, ´Love Is A Burden´), in denen jungen Musikern eine Weltkarriere vorgegaukelt wird. BEYOND THE BLACK sind also selbst schuld, wenn sie als RTL-Blockbuster-Metaller gelten, was insofern schade ist, weil die Band auch immer wieder fein arrangierte Power-Hymnen vorlegt (´Beyond The Mirror´, ´Dies Irae´, ´Shine And Shade´), die von Songwriter-Qualitäten zeugen und sich mit Powerwolf & Co. messen lassen können. Anstatt dieser Musikalität freien Lauf zu lassen, wirkt „Lost In Forever“ allerdings teilweise so, als dürfe man den bereits eingesammelten Pop-Fans keinesfalls vor den Kopf stoßen, um den vorgezeichneten Erfolg nicht zu gefährden. Und viel „Symphonic“ gibt es hier eh nicht zu hören, da riskieren selbst Nightwish erheblich mehr.

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