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REVIEW 9.0 19.08.2009

(Dynamit, RH 268, 2009)

3 INCHES OF BLOOD - Here Waits Thy Doom

(51:34) Heilige Scheiße, kann man eigentlich noch old-schooliger klingen? 3 INCHES OF BLOOD waren irgendwie schon immer ´ne sympathische Truppe, aber auf ihrem neuesten Output übertreffen sie sich echt selbst und verbeugen sich knietief vor ihren Einflüssen. Indes gehören 3 INCHES OF BLOOD nicht zu der Sorte Bands, die einfach voll blinder Demut versuchen, etwas zu kopieren, das vielleicht vor 20 Jahren das Nonplusultra war. Natürlich haben die Kanadier große Rationen US-Power-Metal und Thrash mitbekommen. Aber sie verarbeiten ihre Inspirationen auf eine sehr faszinierende Art und Weise und klingen dadurch wie kaum eine andere Band. Das Zusammenspiel auf „Here Waits Thy Doom“ sprüht nur so vor Dynamik, strahlt pure Lebensfreude aus und tritt dir schlichtweg ´ne Feuerleiter in den Hintern. Neu hinzugekommen sind einige liebevolle Details - beispielsweise die Hammond-Orgeln, die bei ´Preachers Daughter´ oder dem proggigen ´Snake Fighter´ dezent im Hintergrund eingesetzt werden. Verlorenen gegangen ist indes Justin Hooper, der sich die Vocals bislang mit Kreischbirne Cam Pipes teilte. Der Doppelgesang war sicher ein unverwechselbares Trademark der Kanadier, doch die klarere Ausrichtung auf Pipes´ extreme Stimmlage tut 3 INCHES OF BLOOD definitiv gut. Egal, ob mit Schlachthymnen wie ´Battles And Brotherhood´ oder ´Rock In Hell´ oder mit thrashigem Stoff wie ´Call Of The Hammer´: 3 INCHES OF BLOOD geben anno 2009 eine verdammt attraktive Figur ab.

REVIEW 8.0 13.06.2007

(Dynamit, RH 242, 2007)

3 INCHES OF BLOOD - Fire Up The Blades

Roadrunner/Warner (52:26) Wenn 3 INCHES OF BLOOD in der Stadt sind, füllen sich die Straßen mit - richtig! - Blut, und „Fire Up The Blades“ wurde vor allem beeinflusst von billigem Bier und nächtlichen Black-Metal-Sessions. Das lässt uns die Band wissen. Und die meint das Ganze durchaus ernst. Die europäische Szenepolizei dürfte trotzdem wieder Berührungsängste haben: Denn erstens wurde „Fire Up The Blades“ von Slipknot-Drummer Joey Jordison (sehr ordentlich und warm) produziert, und zweitens könnte Jamie Hooper auch bei jeder Hardcore-, Death- oder Modern-Metal-Band schreien. Aber Jamie ist nur die eine Seite der Medaille: Die andere heißt Cam Pipes und kreischt mit einem Mix aus Udo Dirkschneider, King Diamond, Rob Halford und Agent-Steel-Legende John Cyriis dermaßen geil und himmelhoch durch die Botanik, dass man sich vor Begeisterung nass macht. Überhaupt Agent Steel: Im Vergleich zum Vorgänger „Advance And Vanquish“ tönen die Vancouver-Rabauken ´ne ganze Ecke aggressiver und schneller und lassen des Öfteren Erinnerungen an „Skeptics Apocalypse“ aufkommen. Und an „Painkiller“-Priest, skandinavischen Black Metal (Enslaved!) und natürlich Maiden. Murray/Smith wären jedenfalls stolz auf die Gitarrenharmonien in ´Forest King´ oder ´The Great Hall Of Feasting´. Einziger Kritikpunkt: Die Hitdichte war auf „Advance And Vanquish“ deutlich höher - auch wenn vor allem ´Trial Of Champions´ bereits beim ersten Einlauf zum Fäusterecken animiert.

REVIEW 8.5 26.01.2005

(Dynamit, RH 213, 2005)

3 INCHES OF BLOOD - Advance And Vanquish

(50:43) Als Hammerfall die Szene mit ihrem Debüt im Sturm eroberten, waren es die Frische, der ehrliche Metal-Spirit und die unschuldige Naivität, die begeisterten. „Alte“ Musik von „jungen“ Musikern gespielt - und das in einer Zeit, in der traditioneller Metal alles andere als angesagt war. 3 INCHES OF BLOOD aus Vancouver, die mit „Advance And Vanquish“ bereits ihr zweites Album vorlegen (das Debüt „Battlecry Under A Winter Sun“ ging vor knapp drei Jahren sang- und klanglos unter), haben dieselben Qualitäten wie Hammerfall seinerzeit: Sie klingen genauso frisch und unverbraucht, obwohl ihr Sound überdeutlich an die Größen der Achtziger-Metal-Szene angelehnt ist. Der hohe, schrille Gesang erinnert an eine Mischung aus Udo Dirkschneider und Rob Halford, die Gitarren basieren auf klassischen Maiden/Priest-Riffs, das „Metal-Piraten“-Image kommt von Running Wild, und das Songwriting kombiniert „alles, was an harter Musik vor 1985 gut war“. Originellerweise gibt es bei 3 INCHES OF BLOOD noch einen zweiten Sänger, der etwas im Hintergrund agiert und Death-Metal-Growls beisteuert. Dadurch knallt „Advance And Vanquish“ eine ganze Ecke härter aus den Boxen als beispielsweise Hammerfall, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Wem die Schweizer Killer aus den Achtzigern oder die schwedischen Newcomer Bullet ein Begriff sind, der dürfte eine ziemlich genaue Vorstellung vom Sound dieser selbst ernannten „Feinde des Nu Metal“ haben. Alle anderen sollten sich eine Mischung aus Accept, Priest und AC/DC, druckvoll produziert von Neil Kernon (u.a. Queensryche, Priest, Nevermore), mit viel jugendlichem Charme vorstellen. Und weil 3 INCHES OF BLOOD genau wissen, wo der Hammer hängt, haben sie sich das Cover gleich noch von Megadeth-Legende Ed Repka anfertigen lassen. Ihr habt Geschmack, Jungs!

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