Review

Reviews 8.0

ZÜÜL

To The Frontlines

Ausgabe: RH 308

High Roller/Soulfood (43:58)

ZÜÜL sind die amerikanischen Iron Maiden - wobei hier die Phase vor „The Number Of The Beast“ gemeint ist. ZÜÜL sind des Weiteren - seit ihrem überragenden ersten Longplayer „Out Of Time“ (2010) - die neben Pharaoh wohl populärste US-Underground-Band im (unkitschigen) True-Metal-Sektor. Und ZÜÜL sind, das zeigt unsere „Richterskala“, das US-Metal-Highlight des Monats.

Was die Band so wertvoll macht, sind ihre beiden Gitarristen Jared und Mike, die sehr oft Maiden-artige Harmonien spielen und dabei das Gespür für den genau passenden Klampfensound haben, und Sänger Brett, der Charisma besitzt und richtig (aber ungekünstelt) singen kann. Erinnert alles an bisschen an High Spirits? Exakt. Und ganz zufälligerweise gibt es große personelle Überschneidungen zwischen beiden Bands - aber auch Unterschiede. Wo High Spirits eher die Early-Def-Leppard-Variante bevorzugen und auch ein paar Spätachtziger-US-Hardrock-Einflüsse verarbeiten, sind ZÜÜL die neben Borrowed Time NWOBHM-orientierteste US-Truppe von allen. Im Vergleich zum Debütalbum klingen oft aber auch frühe europäische Metal-Veteranen wie Bodine, Torch oder Sortilège (die ihrerseits natürlich alle stark von der NWOBHM beeinflusst waren) an. „To The Frontlines“ ist also trotz aller Referenzen keine Maiden-Kopie. Die Scheibe enthält durchgängig starkes Songmaterial (´Bounty Land´ und ´Show No Mercy´ sind meine Favoriten) und wäre auch 1983 abgefeiert worden. Mehr kann man sich als Heavy-Metal-Band ja kaum wünschen.

Ich persönlich finde „Out Of Time“ noch eine Idee stärker, weshalb ich es trotz aller Euphorie bei acht Punkten belasse.

Autor:
Götz Kühnemund

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