Review

Reviews 8.5

YEAR OF THE GOAT

The Unspeakable

Ausgabe: RH 339

Napalm/Universal (52:40)
´The Wind´, „The Unspeakable“-Song Nummer sechs und neben ´Vermin´ und ´Black Sunlight´ DER Hit des Albums, ist eine perfekte Symbiose aus zwei dicken Dingern, die Ende August, Anfang September ausgeliefert werden, nämlich Ghost (Chorus) und Grave Pleasures (ex-Beastmilk, Strophen). Aber habe ich YEAR OF THE GOAT, den schwedischen Okkult-Orden um Griftegård-Vorsteher Thomas Eriksson, dessen „Angels´ Necropolis“-Debüt von 2012 Spuren hinterlassen hat, im Review zu seiner 2014er Super-EP „The Key And The Gate“ nicht sowieso als „die (noch) besseren Ghost“ bezeichnet? Und was soll das alles überhaupt? Schließlich können YEAR OF THE GOAT problemlos ohne Querverweise bestehen, denn sie machen niemals den Eindruck, sich am Output anderer „abzuarbeiten“, sondern lesen die Messe mit eigenem Geschmäckle, fügen ihrem von Doom sowie Downtempo geprägten Rock Horror-Soundtracks und Endsechziger-Psych hinzu und lassen ihre öberflächlich „schönen“ Melodien immer wieder ins Sinistre stürzen, transportieren eine nachdenkliche, eher existentielle als effekthascherische Traurigkeit, die mitnimmt. Kann sein, dass ein dermaßen guter Geschmack - wunderbarste Orgel-Sounds, mutterleibwarme Produktion, herrliches Artwork! - verdächtig ist, aber so viel Selbstbewusstsein darf sein: Wir haben es uns verdient.

Autor:
Boris Kaiser

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.