Review

Reviews 7.5

WOLFPAKK

Rise Of The Animal

Ausgabe: RH 334

AFM/Soulfood (59:16)
Des Wahnsinns fette Beute, was Mark Sweeney (ex-Crystal Ball) und Michael Voss (Mad Max) da aufgefahren haben: Joe Lynn Turner, Marc Storace, Don Dokken, Doug Aldrich, Axel Rudi Pell, Mike Terrana, Chris Slade und John Norum, um nur einen Bruchteil zu nennen, drücken sich auf der amtlich produzierten Scheibe Mikro, Gitarre oder Sticks in die Hand. Ein feines Gespür für melodiöse, aber dennoch knallende Hardrock-Nummern (´Sock It To Me´, ´High Roller´) beweisen die beiden Leitwölfe genauso wie einen guten Riecher für extrem hartnäckige Ohrwürmer (z.B. ´Rise Of The Animal´ mit Michael Kiske). Lediglich beim Schlusspunkt ´Universe´ gelingt der Limbo unter der Kitschstange nicht ganz. Vollkommen wie aus einem Guss klingt das dritte Album der Wölfe noch nicht - kein Wunder bei den Heerscharen an Gastmusikern. Gegenüber den Vorgängern haben WOLFPAKK aber einen ordentlichen Reißzahn zugelegt.

3 Fragen an WOLFPAKK-Rudelführer Mark Sweeney:

Mark, ihr habt für „Rise Of The Animal“ wieder ein riesiges Rudel an Gastmusikern aus aller Welt zusammengetrommelt. Wer war am schwierigsten zu kriegen?

»Ja, jedes Mal ist es wieder eine spannende Herausforderung, wer denn nun wo was singt oder spielt. Ein bisschen passen muss es ja zum jeweiligen Song. Aber genau das ist unser Konzept, dass wir versuchen, möglichst viele Gastwölfe zu kriegen, um dem Ganzen die gewisse Würze zu verleihen. Uns wurde gesagt, dass Don Dokken für solche Projekte nie und nimmer zu haben sei. Da Vossi aber schon mit Dokken zu tun hatte und ich 2002 mit Crystal Ball Vorgruppe war, willigte die lebende Legende ziemlich schnell ein. Bei Michael Kiske war es schon schwieriger, da wir über sein Management gehen mussten. Am schwierigsten war aber mein Landsmann Marc Storace. Da brauchte es schon unsere ganze Überzeugungskraft, damit er mitmachte. Dafür hat er aber auch gleich noch fürs Video zu ´Sock It To Me´ zugesagt.«

Erinnerte die Fertigstellung des Albums durch die räumliche Verstreuung der Akteure nicht ein wenig an das Zusammensetzen eines Puzzles? Was war euch besonders wichtig bei der Produktion?

»Da hast du nicht ganz Unrecht - genauso fühlt es sich im Grunde genommen an. Aber mit jedem Teilchen, das eingesetzt wird und passt, freut man sich mehr und mehr, und am Schluss schaust du schließlich auf das fertige „Bild“. Wichtig ist uns immer, dass die Songs und Texte Qualität haben und zum Thema WOLFPAKK passen. Außerdem soll die Produktion richtig knallen und Wumms haben. Dazu gehört dann auch ein ansprechendes Cover, auch wenn allgemein nicht mehr so viele CDs gekauft werden. Aber die, die es noch kaufen, sollen ein anständiges Booklet in den Händen halten.«

Viele Songs klingen so, als wären sie dem jeweiligen Gastsänger geradewegs auf den Leib komponiert worden, z.B. der Titelsong mit Michael Kiske. Was war zuerst da: die Songs oder die Zusagen der Sänger?

»Wir schreiben immer erst die Songs und Texte, singen sie selber ein, und erst dann geht´s auf Sängersuche. Für ´Rise Of The Animal´ standen nicht sehr viele Sänger zur Debatte, da der Song bzw. Chorus doch ziemlich hoch angesetzt ist. Beim Demo habe ich mir fast den Wirsing aus dem Hals geschrien, um die Höhen zu erreichen. Da bot sich entweder Michael Kiske oder Michael Sweet an. Glücklicherweise hat Michael Kiske dann doch noch zugesagt und - wieder mal - alles in Grund und Boden gesungen. Was für eine grandiose Leistung! Wir sind stolz, dass Herr Kiske den Titeltrack mit seiner Darbietung veredelt hat.« (am)

Autor:
Alexandra Michels

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