Review

Reviews 9.0

WHILE HEAVEN WEPT

Fear Of Infinity

Ausgabe: RH 288

Nuclear Blast/Warner (37:10)

„Fear Of Infinity“ beginnt mit den beiden recht kurzen ´Hour Of Reprisal´ und ´Destroyer Of Solace´ ganz schön flott, eine Rückkehr zum reinen Doom der Anfangstage wird somit sofort ausgeschlossen: Dieses Album ist erneut brillanter Epic Metal und knüpft stilistisch relativ nahtlos ans 2009er Wunderwerk „Vast Oceans Lachrymose“ an, selbst die Verbeugungen vor Fates Warning zu John-Arch-Zeiten können Mainman Tom Phillips, sein Sänger Rain Irving und der Rest der Bande nicht lassen (´Obsessions Now Effigies´). ´Unplenitude´ kennen Band-Aficionados in einer anderen Version bereits von der 2002er Vinyl-Compilation „Chapter One: 1989-1999“, ´To Grieve Forever´ und ´Saturn And Sacrifice´ sind zwischen erschlagender Melancholie und supertight gesetzten Uptempo-Ausbrüchen pendelnde Pretiosen für Fans nicht moderner, gleichzeitig niemals muffiger Metal-Kunst, und das am Ende noch mal alles sagende ´Finality´, Phillips´ Lieblingssong, gute elf Minuten lang, darf gerne als das ´The Furthest Shore´ oder ´Thus With A Kiss I Die´ von „Fear Of Infinity“ verstanden werden.

Müßig zu fragen, welche die beste WHILE HEAVEN WEPT-Platte aller Zeiten ist, ob Full-length-Album Nummer vier Nummer drei wirklich das Wasser reichen kann - das hier ist einmal mehr die Essenz eines in den letzten 30, 40 Jahren entwickelten, sich immer wieder verändernden, mäandernden Musikstils, der für viele doch mehr ist als nur das, nämlich ein unverzichtbarer Begleiter im Leben. Oder anders gesagt: Besseren Heavy Metal werdet ihr weit und breit nicht finden.

Autor:
Boris Kaiser

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