Review

Reviews 5.0

VIRGIN STEELE

Nocturnes Of Hellfire & Damnation

Ausgabe: RH 338

Steamhammer/SPV (79:34)
Der Mensch gibt die Hoffnung ja nicht auf, und es liegen auch fast fünf Jahre zwischen „The Black Light Bacchanalia“ und „Nocturnes Of Hellfire & Damnation“ - warum VIRGIN STEELE, dieser Klassiker-Band, deren Achtziger-Alben „Noble Savage“ und „Age Of Consent“ Epic-Metal-Geschichte geschrieben haben und die Mitte der Neunziger mit dem „The Marriage Of Heaven And Hell“-Doppel einen zweiten Frühling erlebte, nicht noch mal eine Chance geben? Und höre da: Der Opener ´Lucifer´s Hammer´ (nee, kein Warlord-Cover) macht tatsächlich was her, ist sinnvoll arrangiert und mit einer guten Hook gesegnet. Vielleicht kein Highlight im Katalog, aber deutlich besser als alles, was auf den beiden Vorgängern zu hören war, da kann man die mal wieder indiskutable Pappschachtel-„Produktion“, ein altes Band-Problem, und die komischen Quiek-Laute, die Frontmann und nahezu Alleinherrscher David DeFeis hier und da unmotiviert und wie aus heiterem Himmel von sich gibt, erst mal ignorieren. Leider war´s das aber auch schon im Großen und Ganzen: Klar, ein paar weitere Songs sind, man muss das so sagen, „nett“ (´Demolition Queen´ z.B.), das meiste versandet allerdings irgendwo im Mittelmaß oder sogar drunter (´Devilhead´, ´Glamour´, das nicht zu fassende Hauptriff von ´We Disappear´) - und wird dann eben noch nicht mal von „Standards“ wie einem professionellen Sound oder straffen Aufbauten gerettet. Ganz ehrlich? Wäre man mit dieser Band und ihrem großartigen „Gesamt-Stil“ nicht aufgewachsen und würde irgendwo im Hinterkopf „verstehen“, was sie auch heute noch sagen möchte, worauf sie hinauswill, die Beurteilung inklusive der Note unter diesem Review wäre wahrscheinlich noch harscher.

Autor:
Boris Kaiser

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