Review

Reviews 8.5

VIOLATION WOUND

With Man In Charge

Ausgabe: RH 372

Peaceville/Edel (34:12)
Wenn olle Leute mal wieder ihre bierseligen „Früher war alles geiler“-Momente haben, ist die Folge meist lediglich ein mächtiger Kater am nächsten Morgen. Wenn jedoch die richtigen Typen zusammenfinden, haben sie plötzlich ein Projekt gestartet, das den nachfolgenden Generationen vor Augen führt, wo diese ganzen Opa-Sprüche eigentlich herkommen. Dass Autopsy-Drummer/Sänger Chris Reifert u.a. mit ganz altem Ami-Hardcore/Punk aufgewachsen ist, hat er uns schon des Öfteren erzählt. Natürlich beruft sich Chris hier auf die etwas gemeineren Acts, also eher Poison Idea als 7 Seconds. Auch das gewisse Rock´n´Roll-Element vieler Achtziger-Kapellen scheint bei VIOLATION WOUND immer wieder durch (gut hörbar im Titeltrack mit seinem ´Let There Be Rock´-Riff). Diesen Sound hat Metalhead Reifert wirklich im Blut. „With Man In Charge“ ist kein schlapper Aufstand alter Männer, sondern ballert mit atemberaubender Frische direkt in die Fresse. Das asoziale Gebrüll von Reifert rult außerordentlich. Dass er ein ziemlich schludriger Gitarrist mit Hang zu kaputten Soli ist, wissen wir ab sofort ebenfalls. Dafür packt Bassist Joe Orterry diverse formidable Läufe aus. Drummer Matt O´Connell lässt den beiden null Verschnaufpausen, sodass in der guten halben Stunde 20 Tracks runtergerasselt werden. Schon witzig, dass unser Hardcore-Icon zu „With Man In Charge“ besser passt als zu drei Vierteln aller „echten“ Genre-Scheiben.

Autor:
Jan Jaedike

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