Review

Reviews 8.0

TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA

Night Castle

Ausgabe: RH 286

BMG/Tonpool (130:10)

Pünktlich zum Start der Tour, die TSO erstmals nach Europa bringt, erscheint das in den USA schon lange veröffentlichte Album „Night Castle“ auch bei uns und offenbart erneut die Kunst des Verschmelzens von Rock und Bombast, von Riffs und Piano, von klassischem Orchester und Band, mit der die Truppe berühmt wurde. Das amerikanische Faible für Kitsch ist manchmal schwer zu ertragen, doch alte Bekannte wie Jon Oliva, dessen Keyboard-Spiel und Songwriting man überall raushören würde, die Gitarren von Alex Skolnick, Al Pitrelli und Chris Caffery, die Stimmen von Jeff Scott Soto und Zak Stevens sowie die Verweise auf Savatage, die aus kompletten Passagen und Instrumental-Stücken bestehen, machen „Night Castle“ auch für beinharte Rockfans interessant. Mal erinnern die musicalartigen Tracks an Meat Loaf, mal an Michael Bolton, die Qualität ist bei dem Doppelalbum also definitiv nicht abzustreiten. Eine Handvoll Bonustracks, darunter - wenig originell - Carmina Burana, aber auch Emerson, Lake & Palmers ´Nutrocker´ sowie zwei nagelneue Liveaufnahmen der letztjährigen US-Tour, sind nette Beigaben; noch erwähnenswerter ist aber das dicke Booklet des Digipaks, in dem die Konzeptstory von „Night Castle“ erzählt und mit Zeichnungen dargestellt wird.

Autor:
Jenny Rönnebeck
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos