Review

Reviews 8.0

TOXIC HOLOCAUST

Conjure And Command

Ausgabe: RH 291

Relapse/Rough Trade (32:08)

Manchmal klingt das, was TOXIC HOLOCAUST aus Portland (USA) hier verzapfen, wie Venom während ihrer Neunziger-Reunion („Cast In Stone“ - sträflich unterbewertet!). Will heißen: nicht so chaotisch und „schwarz“ wie Venom in ihrer Anfangsphase, sondern im Tempo etwas gedrosselter, kontrollierter, aber auch kraftvoller. Im Vergleich zu den vielen (größtenteils talentierten) Retro-Thrashern der letzten fünf Jahre haben TOXIC HOLOCAUST, die seit Ende der Neunziger existieren (bislang vier Longplayer), ein paar sogenannte Alleinstellungsmerkmale, die sie über den Evile/Suicidal-Angels-Fankreis hinaus interessant machen: markante Reibeisen-Vocals, für Thrash-Verhältnisse relativ ungewöhnliche Songs, und sehr eingängige Gitarrenriffs, die eher an Unleashed (auch hier klingen ja Venom deutlich durch) als an Exodus erinnern. Auch ein Australien-Einschlag (Gospel Of The Horns/Assaulter/Razor Of Occam) ist auszumachen, was bekanntlich für brutale Musikalität (oder musikalische Brutalität?) steht.

„Conjure And Command“ hat das Potenzial, den weiten Bereich zwischen Old-School-Thrash und traditionellerem Black Metal abzudecken und dürfte sogar Cronos überzeugen.

Autor:
Götz Kühnemund

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