Review

Reviews 8.0

THE GRACIOUS FEW

The Gracious Few

Ausgabe: RH 283

Nach dem wenig harmonischen Ende des Alternative-Rock-Flaggschiffs Live (der inzwischen auf Solopfaden wandelnde Sänger Ed Kowalczyk soll in bester Raffzahn-Manier versucht haben, sich hinter dem Rücken der übrigen Bandmitglieder die Publishing-Rechte zu sichern) haben die verbliebenen drei Musiker zusammen mit Frontmann Kevin Martin und Gitarrist Sean Hennesy von Candlebox mit THE GRACIOUS FEW ein neues Projekt am Start. Von der Besetzung her kann man dem Fünfer getrost das Supergroup-Prädikat anheften, denn zumindest in den Neunzigern, zur Hochzeit der Alternative-Rock-Bewegung, wäre dieses Line-up der feuchte Traum jedes zurechnungsfähigen A&R-Managers gewesen. Überraschenderweise klingen die ersten vier Songs des selbstbetitelten Debüts aber wenig nach Candlebox und noch weniger nach Live, stattdessen verblüfft man mit Classic Rock der Led-Zeppelin-Schule, der durch die extrem an Robert Plant erinnernde Stimmlage Kevin Martins zusätzlich aufgewertet wird. Erst im weiteren Verlauf des Albums beweisen die Herrschaften, dass sie immer noch ein Händchen für packende Rocksongs mit eingängigen Refrains und wunderschönen Melodien haben. Tracks wie ´Closer´, das getragene ´Crying Time´ oder ´Nothing But Love´ sind eigenständig, gänzlich vom Pathos der früheren Stammbands befreit und machen klar, dass dieses Album für THE GRACIOUS FEW eine echte Herzensangelegenheit ist.

Autor:
Thomas Kupfer

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