Review

Reviews 7.0

THE GATHERING

The West Pole

Ausgabe: RH 265

Psychonaut/Soulfood (54:17)

Drei Jahre zwischen zwei Alben sind mittlerweile Standard bei THE GATHERING, insofern sollte man die lange Pause

seit „Home“ nicht als klares Zeichen für eine weitere Zäsur in der Karriere der HolländerInnen interpretieren. Wohl

aber den Wechsel am Mikro: Für Anneke van Giersbergen, seit jeher wichtigstes Aushängeschild der Band, singt

mittlerweile die norwegische Octavia-Sperati-Frontfrau Silje Wergeland - und das leider nicht besonders

außergewöhnlich. Neben den zwar zweifellos angenehmen, aber eben etwas austauschbaren Vocals schwächelt es

streckenweise auch ein wenig beim Songwriting: Vor allem in der zweiten Hälfte will sich nicht besonders viel

festsetzen, die Mischung aus Alternative- und Postrock klingt 2009 nicht mehr progressiv und spannend wie noch vor

zehn Jahren, sondern irgendwie ein wenig angestaubt: Die Revolution frisst ihre Kinder.

Natürlich gibt es nach wie vor herausragende Stücke (z.B. den instrumentalen Opener ´When Trust Becomes Sound´, das

eingängige ´All You Are´ oder die schlicht schöne Pianoballade ´You Promised Me A Symphony´), und ärgerlich, von mir

aus auch „schlecht“, ist an „The West Pole“ rein gar nix. Aber gut ist manchmal eben nicht gut genug.

Autor:
Boris Kaiser

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