Review

Reviews 9.5

THE ELDER SCROLLS V: SKYRIM

Ausgabe: RH 296

(Bethesda Softworks) (PC; USK 16)

Wenn Bethesda alle paar Jahre mit einer Fortsetzung der „Elder Scrolls“-Reihe um die Ecke kommen, wissen Rollenspieler, was ihnen blüht: buchstäblich hunderte Spielstunden in einer riesigen Spielwelt, die in ihrer Detailfülle ihresgleichen sucht. Auch wenn die altehrwürdige Spieleschmiede inzwischen glücklicherweise vom Größenwahn der ersten Serienteile abgekommen ist („The Elder Scrolls 2“ glänzte 1996 mit einer Spielwelt von der doppelten Größe Großbritanniens, inklusive 750.000 Nichtspielercharakteren, 5.000 Ortschaften und hunderten von Spielgegenständen), ist „Skyrim“ ganz klar ein Kind seiner Väter.

Im Mittelpunkt steht nicht etwa wie in vielen ähnlichen Spielen das Abarbeiten einer vorgegebenen Geschichte (wobei man die als Spieler immer noch erleben kann, aber nicht muss), sondern die Welt mit ihren Bewohnern und Problemen. Überall am Wegesrand warten Geschichten, Dungeons, Berge und Ortschaften, die erkundet und erlebt werden wollen. Dennoch machen die Entwickler bei „Skyrim“ vieles besser als bei seinen ohnehin schon großartigen Vorgängern. Der Spieler ist dank der komfortablen Landkarte mit integriertem Schnellreisesystem beispielsweise nicht mehr so orientierungslos wie noch in „Morrowind“ vor einigen Jahren. Auch wenn die Gegner immer noch zusammen mit dem Spielcharakter aufsteigen, ist dieser Effekt nicht mehr ganz so krass wie im direkten Vorgänger „Oblivion“, was unnötigen Frust erspart und das Gefühl vermittelt, wirklich etwas zu erreichen. Obwohl man sich in den unzähligen Nebenaufgaben und -beschäftigungen stundenlang verlieren kann, schaffen es die Entwickler, dieses Mal auch eine fesselnde Story zu erzählen, in die der Spieler jederzeit einsteigen kann, wenn er genug von Alchemie, Schmiedekunst, Gildenaufgaben, Diebstahl, Verbrecherjagd und sozialer Interaktion hat. Hier profitieren Bethesda mit Sicherheit von den Erfahrungen, die sie im Zuge der „Fallout 3“-Entwicklung sammeln konnten. Die Balance zwischen offener Spielwelt und guter Geschichte wird mit „Skyrim“ perfekt gewahrt.

Auch auf technischer Seite ist alles im grünen Bereich: „Skyrim“ sieht bombastisch aus, hat einen der schönsten Videospiel-Scores der letzten Jahre und wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Der größte Kritikpunkt ist sicherlich, dass einem die Zeit für all die anderen Spielehighlights der Vorweihnachtszeit fehlt, wenn man sich erst einmal in die Welt der „Elder Scrolls“ hat saugen lassen.

Autor:
Jens Peters

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