Review

Reviews 8.5

THE BREW

Control

Ausgabe: RH 322

Jazzhaus/In-Akustik (37:09)

Dem Mehr-Generationen-Dreier aus dem britischen Küstenkaff Grimsby ist ein qualitativer Quantensprung gelungen. Vater und Sohn Smith an Bass und Drums grooven auf dem größtenteils live eingespielten vierten Album „Closer“ höllischer als je zuvor, und Sänger/Gitarrist Jason Barwick hat sich in seinen beiden Disziplinen um mindestens zwei Ligen nach oben gearbeitet. Seine früher eher unauffälligen Vocals sind mittlerweile WM-tauglich, seine Gitarrenarbeit bedient sich sehr geschmackvoll bei der fiebrigen Freigeistigkeit Jimmy Pages, dem brachialen Riffing Pete Townshends und dem Besten, was der harte Bluesrock-Bereich so hergibt. Auch als Kollektiv fühlt sich das Power-Trio weniger dem obskuren Retro-Underground, auf den sich momentan Myriaden von notcoolen Wenigkönnern berufen, sondern eher den ganz Großen des Classic Rock verpflichtet. The Who, Led Zeppelin, Cream, Free, Aerosmith und auch jüngere Brillanten wie die frühen Wolfmother blitzen hier hinter jeder Taktecke auf, ohne dass die Querverweise, selbst wenn sie wie im tollen ´Fast Forward´ arg auffällig sind, nerven. Denn - und das ist das Wichtigste - THE BREW sind zu exzellenten Songwritern gereift, die mit beseelten, gleichsam druckvoll und organisch produzierten Ohrwürmern wie ´Eject´, ´Mute´, ´Shuffle´ oder ´Play´ einige der grandiosesten Rückspiegel-Soundtracks der letzten Monate eingetütet haben.

Autor:
Michael Rensen

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