Review

Reviews 9.0

TANKARD

Stone Cold Sober

Ausgabe: RH 62

Zehn Jahre TANKARD - zehn Jahre gute Musik und viel Fun. An dieser Faustregel ändert sich auch anno 1992 nichts. Nach längerer Pause gibt's mit "Stone Cold Sober" wieder einen neuen Studio-Release aus dem Hause TANKARD, und erneut ist es der Band gelungen, ihrer Linie treu zu bleiben, dabei aber ihrer Musik einige neue Nuancen beizumengen. TANKARD liefern auch auf der neuen LP musikalisch das volle Brett.Tracks wie 'Jurisdiction', 'Ugly Beauty', 'Blood, Guts & Rock'n'Roll' oder 'Sleeping With The Past' wirken weiterhin wie der so oft zitierte Schlag in die Fresse. Da wird ohne großartige Schnörkel losgepowert,das Gaspedal fast ohne Unterlaß durchgetreten. Warum sollte die Band auch ihren Stil andern, wenn sie über Jahre hinweg damit Erfolg hat? Die neuerlichen Feinheiten stecken mehr im Detail. So wirken die Gitarren sauberer und verspielter - einfach besser ausgearbeitet, egal ob das jetzt die originellen Riffs oder die Gitarrensoli sind. Man merkt der Band an, daß sie gereift ist und sich gerade im technischen Bereich weiterentwickelt hat. Doch auf die Songs bleibt das freilich zum Glück ohne nennenswerte Auswirkungen. Es dominiert weiterhin Hochgeschwindigkeits-Thrash mit punkigen Gitarrenläufen und Gerreswohlbekannten Vocals. Doch einige Besonderheiten gilt es an dieser Stelle noch zu erwähnen: Da wäre zum einen das fantastische, siebenminütige Instrumental 'Of Strange People Talking Under Arabian Skies', das so gar nicht zum Rest passen will, was den Reiz der Sache ausmacht. Das Ding ist wirklich bis ins letzte Detail ausgefeilt. Hier beweisen die Jungs, daß sie sehr wohl wissen, wie sie ihre Instrumente zu bedienen haben, was ihnen ja so oft von irgendwelchen Kritikern abegsprochen wurde. Einer der Highlights der CD. Dazu kommt mit 'Freibier' der erste TANKARD-Song in deutscher Sprache und noch die J. Geils-Coverversion 'Centerfold', ein Song, der TANKARD geradezu auf den Leib geschneidert zu sein scheint, auch wenn die Chöre für meinen Geschmack ein bißchen fetter hätten ausfallen können. Das Tüpfelchen auf dem i sind einmal mehr das Cover des allseits bekannten und beliebten Künstlers Sebastian Krüger und die wie immer ansprechende, kraftvolle Produktion von Harris Johns. Folglich kann die Bewertung wie schon bei den Vorgangeralben nur im Neuner-Bereich liegen.

Autor:
Frank Albrecht

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