Review

Reviews 8.0

STREET DOGS

Stand For Something Or Die For Nothing

Ausgabe: RH 374

Century Media/Sony (37:15)
Manchen Bands hört man ihre Herkunft sofort an. Dass die STREET DOGS aus Boston kommen, ist nicht allzu schwer zu erraten, mit Sänger Mike McColgan befindet sich sogar ein ehemaliges Mitglied der Dropkick Murphys in ihren Reihen, und in der Historie der Band finden sich weitere Querverweise zu den irisch-amerikanischen Pub-Punkern oder den Ska-Rock-Meistern der Mighty Mighty Bosstones. Dieses Album ist der erste richtige internationale Aufschlag der erfahrenen Musiker bei einem renommierten Metal-Label und gleich ein ziemlicher Straßenfeger. Der Titeltrack fordert zum Widerstand auf und klingt wie eine Mischung aus Dropkick Murphys und Bad Religion. Danach geht´s zügig im Social-Distortion-Tempo (´Other Ones´) weiter, ehe mit ´The Comeback Zone´ die Zeichen nochmals auf „Ohrwurm“ stehen. Die meist schnellen STREET DOGS-Songs kommen in drei Minuten auf den Punkt, eignen sich perfekt als Mitgröl-Sauflieder, sind aber deswegen noch lange nicht stumpf. Denn irgendeine Bridge, ein Solo, ein Intro oder gekonnte Gangshouts bringt man in der Kürze auch immer noch unter. Und man nimmt sich die Frechheit, die Ramones oder AC/DC zu zitieren. Die STREET DOGS sind einerseits arschtight und gewissenhaft, aber locker genug, um ein heißer Tipp für die nächste Club-Saison darzustellen. Hoch die Tassen!

Autor:
Holger Stratmann

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