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SPECHT RUPRECHT

Jubel Trubel Halbwahrheit

Ausgabe: RH 374

SPECHT RUPRECHT aus Erfurt paaren den progressiven Hardcore der Neunziger mit Screamo, modernem Anspruchs-Metal und irgendwelchem Indie-Gedöns und packen diese typischen Kunststudenten-Vocals obendrauf, deren Hochnäsigkeit bei den meisten Kollegen volle Kajüte nach hinten losgeht, hier jedoch im Kontext mit den wortgewaltig smarten Texten (´Nichts Dispo Trotz´, ´Andi Stirn´, ´Quotensonntag´…) sehr clever arrangiert wird. Das kann man zunächst für prätentiöse Scheiße halten (in ´Das Präteritum schlägt zurück´ heißt´s recht selbstironisch: „Fischers Fritze fischt frische Fische, und der Spechtsprecher spuckt spröde Sprüche“). Früher oder später kriegen einen die Kerle dann aber und entführen in eine ganz eigene Welt, die souverän auf dem schmalen Grat zwischen intellektueller Challenge und bester Unterhaltung balanciert. „Jubel Trubel Halbwahrheit“ kommt in einem sehr coolen Faltcover, das alte Semester an klassische Vinyls von Crass Records erinnern wird. Wer da noch auf die Digitalversion zugreift, verpasst die halbe Miete.
* Wendet euch vertrauensvoll an www.spechtruprecht.de oder die leicht zu merkende Social-Media-Präsenz www.facebook.com/specht-ruprecht-162092967188568. Dort gibt´s auch diverse Videos.

Autor:
Jan Jaedike

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