Review

Reviews 7.5

SOEN

Lykaia

Ausgabe: RH 357

UDR/Warner (49:27)
Aus der Angst heraus, als gefühlskalt verkopfte und vorzeitig vergreiste Gniedelmasturbateure verschrien zu werden, begehen manche Progbands ja bisweilen den Fehler, ihre Melodieführungen mit pathoszuckrigen Gesangs- und Choruslinien derart zu übersüßen, dass einem nach dem Genuss eines Fünfminüters kotzübler ist als nach dem Verzehr eines Fünftonners voller Nusspli (an dieser Stelle herzliche Grüße an Anathema). Auch die oft mit dem überreichlich missbrauchten Etikett „Supergroup“ belegten SOEN bescheren dem Hörer solch blümerante Momente, zumal Sänger Joel Ekelöf viel zu oft mehr will, als er eigentlich kann (zugegeben: er kann trotzdem einiges). Freunde von Tool oder Katatonia finden hier mit Songs wie dem gelungenen Opener ´Sectarian´ dennoch sehr anständige Klonware vor, Musikschulgitarrenlehrer und andere Streber greifen ja sowieso zu. Pflichtstoff fürs gemeine Dummvolk ist aber auch dieses dritte Bandalbum nicht.

Autor:
Thorsten Dörting

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