Review

Reviews 5.0

SKIN CHAMBER

Trial

Ausgabe: RH 72

Mein Gott, welches kranke Hirn hat sich das bloß ausgedacht? Meine ansonsten Metal-geeichten Kater werfen mir vorwurfsvolle Blicke zu, und der Efeu wirkt plötzlich leicht angewelkt... "Industrial-Metal" nennt sich der Krach, den Paul Lemos und Chris Moriarty aus New York verbrechen. "SKIN CHAMBER sind Qual... der favorisierte Soundtrack von Selbstmördern", heißt's im Info, und das finde ich sogar noch leicht untertrieben. Es muß wohl übertriebenes Pflichtbewußtsein oder eine bisher unentdeckt gebliebene masochistische Ader gewesen sein, die mich das Advance-Tape bis zum Schluß anhören ließ. Mein erster Eindruck änderte sich allerdings nicht: Zäh wälzt sich ein Soundschwall, der von etwas Kreissägen-ähnlichem dominiert wird, aus den Boxen, der - hüstel - Sänger würgt kreischend seine Eingeweide hoch. Im Geräuschbrei "Live aus der Thyssen-Werkhalle" tauchen nur gelegentlich songähnliche Strukturen wie Metal-Riffs (schluck!) oder Melodie (huch!) auf, werden aber sofort vom schieren Chaos (könnte man auch Drums nennen) niedergeknüppelt. Kurz: Wohl die absolute Kult-CD für Death-Grind-Veteranen. Da "Trial" bereits die zweite Scheibe des Folter-Duos darstellt, muß es ja tatsächlich Leute geben, die sich sowas freiwillig reinziehen. Vielleicht hilft's auch gegen Zahnstein. Für mich isses jedenfalls nix. Fünf Ratlosigkeitspünktchen.

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