Review

Reviews 5.0

SCREAM 4

Ausgabe: RH 296

(Universal) (DVD; FSK 16)

Elf Jahre sind ins Land gezogen, seit die sehr erfolgreiche „Scream“-Trilogie ihr blutiges Ende fand. Statt jedoch aufzuhören, wenn es am schönsten ist, hat sich Regisseur Wes Craven jetzt entschlossen, die Marke „Scream“ wieder auszubuddeln.

Schauplatz ist mal wieder die amerikanische Vorstadt Woodsborrow. Und wie bei einem großen Familientreffen sind alle wieder da: Neve Campbell alias Sidney, der trottelige Sheriff Dewey Riley (David Arquette) und natürlich seine Gattin, Ex-Starreporterin Gale Weathers-Riley, auch bekannt als Courteney Cox. Zum Jahrestag der Woodsborrow-Morde erscheint Sydney wieder in ihrer Heimatstadt, um ihr Buch zu promoten. Darin verarbeitet sie ihren Kampf gegen das Opfersein.

Ghostface-Masken sind mittlerweile Volksfest-Deko, und die Filmumsetzung der Geschehnisse ist einfach Kult. Für frisches Blut sollen einige Jungschauspieler sorgen, z.B. Sidneys Cousine Jill, die im Grunde exakt die gleiche Rolle spielt wie Sid in Teil eins. Auch sie hat einen verdächtigen Ex-Freund, der sie immer wieder belästigt. Und natürlich darf ein messerschwingender Killer, der gern telefoniert, auch nicht fehlen. Statt eines neuen Plots werden lediglich die Morde des ersten Teils kopiert. Die Parallelen sind flach, die Story ist in einer Endlosschleife gefangen, und man wartet vergeblich auf neue Ideen. Der Versuch, Innovationen einzubringen, indem die örtliche Video-Crew die Ereignisse immer direkt live ins Internet überträgt, ist ein schwaches Aufbäumen gegen die Langeweile.

Wer die ersten „Scream“-Teile mochte, kann sich gerne mit einer Tüte Popcorn auf die Couch setzen und sollte nicht zu viel erwarten. Dann vermag „Scream 4“ als schlichte Vorspeise an DVD-Abenden durchaus zu unterhalten.

Autor:
Claudia Kakolewski

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