Review

Reviews 7.5

SATANIC SLAUGHTER

Afterlife Kingdom

Ausgabe: RH 151

SATANIC SLAUGHTER-Boss Ztephan Dark kann inzwischen auf schlappe 15 Jahre Bandhistory und 25 verschlissene Mitglieder zurückblicken. Die prominentesten Abwanderer sind bei Witchery, aber auch die schwedische Punk- und Ska(!)-Szene wurde von der Truppe mit Ausgestoßenen und Flüchtlingen versorgt. Ztephan himself hat dem Black Metal hingegen nie den Rücken gekehrt, auch wenn er sich nicht stur an die Szene-Vorgaben hielt, einen Scheiß auf Kriegsbemalung und affige Pseudonyme gibt, mit anderen Stilen herumexperimentierte und dafür schon die eine oder andere Todesdrohung aus der "True"-Abteilung erhielt. "Afterlife Kingdom" ist ein Black Metal-Album, dem man die Erfahrung der Mitglieder anhört. Viele der Riffs haben eine hypnotische Eingängigkeit, und die Tempowechsel zwischen "hyperschnell", "sauschnell", "sehr schnell", "immer noch schnell" und "auch noch ziemlich flott" sind flüssig und mitreißend (Das reinste Flottenmanöver... - Red.). Dazu kommt eine massive Thrash-Kante, die sich besonders in den gelungenen Soli, mehrstimmigem Riffing und einem völlig gnadenlosen Cover von Kreators 'Flag Of Hate' niederschlägt. SATANIC SLAUGHTER treffen dadurch genau den schmalen Grat zwischen räudiger Hoppelei und Anspruch, alten Szenewurzeln und Überdentellerrandguckerei. Nicht nur die gesamte Black Metal-Community darf sich "Afterlife Kingdom" daher auf den Wunschzettel schreiben.

Autor:
Jan Jaedike

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