Review

Reviews 8.0

ROYAL THUNDER

Wick

Ausgabe: RH 359

Spinefarm/Universal (54:48)

Sumpfwasser in den Adern, Sommerschwüle im Herzen, ein Brei aus Blei im Bauch und ein Einhörnchen auf dem Kopf - ROYAL THUNDER aus Atlanta waren mal eine meiner ganz großen Hoffnungen. Ihr 2012er Langdebüt „CVI“ bot eine bis dahin so gut wie unerhörte Mischung aus fettigschwerem Südstaatensludgeblues, drömeligem Hardrock und schwarzrosigen Psychedelia. Der Langnachfolger „Crooked Doors“ markierte einen Schwenk in Richtung mehr Songkürze und weniger Würze (sprich: Härte), lieferte aber dennoch veritable „hidden hits“ wie die stimmungsvolle Sieben-Minuten-Zeitreise ´Time Machine´. Auf „Wick“ geht das Quartett nun aber hier und da eine Spur allzu gebügelt, seicht und straight zu Werke: Die muskulöse Rauchstimme von Sängerin MIny Parsons muss den einen oder anderen eher lendenlahmen Song regelrecht vor sich hertreiben, das instrumentelle Gewerk rollatort allzu oft statt zu rattern, die stets mittellangen Songs gleiten stets elegant, aber manchmal leider widerhakenlos ins Gehör. Mein Gemoser entspringt allerdings enttäuschter Liebe: Mit Ausverkauf oder Langeweile hat das alles natürlich nichts zu tun, und gerade die ganz großen Hoffnungen sterben ja bekanntlich zuletzt - daher gibt´s einen halben Wertungspunkt Aufschlag.

Autor:
Thorsten Dörting

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.