Review

Reviews 7.5

RIVERS OF NIHIL

Where Owls Know My Name

Ausgabe: RH 372

Metal Blade/Sony (56:42)
RIVERS OF NIHIL gehen den Weg vieler moderner Tech-Death-Bands. Sie onanieren weniger offensichtlich, erweitern dafür ihr Spektrum. Den einen gelingt das gut (The Faceless), den anderen weniger (Black Crown Initiate), womit sich allerdings ein Bogen zu RON schlagen lässt. Die kommen nun - stilistisch ziemlich exakt, qualitativ nicht ganz - dort an, wo BCI mit ihrem Geniestreich „The Wreckage Of Stars“ waren: im zwar hochkomplexen, mit spieltechnischen Exzessen zugeballerten, aber doch songorientierten und vor allem atmosphärisch höchst intensiven Prog-Death. Die Anzahl der Töne wird inmitten von Geblaste und Gefrickel immer wieder zurückgeschraubt, die Akustische oder gar das Saxophon ausgepackt und zwischendurch richtig gesungen. Diese Synthese aus Show-off und künstlerischer Eleganz geht weitgehend auf (die Clean-Vocals könnten etwas mehr Prägnanz und Charisma vertragen) und beschert dem Hörer ein Klangerlebnis, das RON als ernsthaft fähige Komponisten ausweist.

Autor:
Hendrik Lukas

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