Review

Reviews 8.5

RIVAL SONS

Great Western Valkyrie

Ausgabe: RH 325

Earache/Soulfood (47:46)
Dritte Alben sind von jeher eine schwierige Sache. Nach starken Debütwerken und Zweitlingen, die oftmals noch in deren Fahrwasser schwimmen, heißt es spätestens beim dritten Longplayer für viele Bands „make it or break it“. Im Falle von RIVAL SONS ist die Antwort zum Glück eindeutig: Alle Zeiger stehen auf „make it“. Die vier Kalifornier, die den Großteil der Songs auch diesmal erst im Studio geschrieben haben, knüpfen mit „Great Western Valkyrie“ an den von ihren bisherigen Scheiben bereits hinlänglich bekannten Sound an. Will meinen: klassischer, erdiger Bluesrock, der durch warmen Gitarren-Röhrensound, organisch groovendes Drumming, sanfte Orgelklänge, gleichsam tiefenentspannten wie gefühlvollen Gesang (selbstredend mit authentischer Verzerre aufgenommen) und zahllose Reminiszenzen an die Siebziger im Allgemeinen und Led Zeppelin im Besonderen geprägt ist. Und obwohl auch dieses Mal die eine oder andere tiefe Verbeugung vor Jim Morrison und The Doors nicht fehlen darf, hat der Vierer um Fronter Jay Buchanan den leicht anstrengenden Psychedelic-Anteil, der weite Teile des Vorgängers „Head Down“ ausmacht, wieder ein wenig zurückgefahren. „Great Western Valkyrie“ wirkt dadurch deutlich entschlackter und ist eher mit dem Debüt als mit der 2012er Scheibe vergleichbar. Und da Ersteres nach wie vor zu den großartigsten Platten der Classic-Rock/Retro-Bewegung zählt, haben die Herren alles richtig gemacht. Geiler Scheiß!

DISKOGRAFIE
Before The Fire (nur digital, 2009)
Pressure & Time (2011)
Head Down (2012)
Great Western Valkyrie (2014)

LINE-UP

Jay Buchanan (v.)
Scott Holiday (g.)
Dave Beste (b.)
Michael Miley (dr.)


DIE PATEN
Ihr solltet „Great Western Valkyrie“ antesten, wenn ihr auf folgende Bands steht:

Led Zeppelin * The Doors * Bad Company * The Who * Graveyard * The Rolling Stones * Free * The Black Crowes * Jimi Hendrix * Horisont * Cream


Und das sagt Gitarrist Scott Holiday zu „Great Western Valkyrie“:

»Wir freuen uns wahnsinnig, dass die Platte bald in den Läden steht. Wir haben bei den Aufnahmen unser Bestes gegeben und sind unendlich stolz auf das Ergebnis. „Great Western Valkyrie“ ist das erste Album mit unserem neuen Bassisten Dave, und der Input, der durch ihn dazugekommen ist, hat uns als Band gutgetan.«

Ein ausführliches Interview mit Scott lest ihr im nächsten Rock Hard.

Autor:
Jens Peters

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