Review

Reviews 7.0

RIDGE RACER: UNBOUNDED

Ausgabe: RH 301

(Namco Bandai) (PS3; USK 12)

Bis vor etwa einem Jahrzehnt war die „Ridge Racer“-Serie neben den „Need For Speed“-Titeln das Nonplusultra für alle Fans von schnellen Arcade-Rennspielen. Die letzten Titel der Reihe hatten jedoch mehr als nur eine Handvoll Probleme: Veraltete Technik, Ideen-Recycling und ein altbackenes Spielkonzept sorgten dafür, dass die Verkaufszahlen zurückgingen. Nach dem Release von „Ridge Racer 7“ vor fünf Jahren wurde es still um das ehemalige Arcade-Racing-Flaggschiff. Höchste Zeit, der angestaubten Traditionsserie eine Frischzellenkur zu verpassen, dachten sich wohl Namco Bandai und entwickelten „Unbounded“, das auf den ersten Blick nicht mehr viel mit seinen Vorgängern gemein hat.

„Ridge Racer: Unbounded“ entfernt sich von reinen Landschaftsrasereien und setzt in Anlehnung an Spiele wie „FlatOut“ auf actionreiche Straßenrennen mit einem derben Zerstörungssystem. Der Spieler wird geradezu dazu ermutigt, durch Schaufenster, Plakatwände und Cafés zu brettern und dabei alles zu zerlegen, was nicht grade aus solidem Stahlbeton besteht.

Zu kämpfen hat das Spiel vor allem mit den genretypischen Arcade-Racer-Problemchen: Die Gummiband-KI und eine gewöhnungsbedürftige, stellenweise gar unsaubere Steuerung machen den Renngewinn mitunter zu einem Glücksspiel. Dennoch machen Namco Bandai mit „Unbounded“ einen ersten Schritt in die richtige Richtung.

Autor:
Jens Peters

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