Review

Reviews 6.0

RAGING SPEEDHORN

Raging Speedhorn

Ausgabe: RH 165

(43:52) Im britischen Corby herrscht seit dem Niedergang der Stahlindustrie Arbeitslosigkeit, Armut, Frustration und Gewalt. Klar, dass junge Menschen, die unter solchen Umständen aufwachsen, keine Schmusepopband gründen. Die sechs Musiker von RAGING SPEEDHORN, darunter zwei Sänger, verarbeiten auf ihrem Debüt die negativen Erlebnisse zu einem harten Cocktail aus Hard-, Hate- und Doomcore, Noise und Heavy Metal. John Loughlin und Frank Regan kotzen ihre Wut auf einen schmuddeligen Teppich aus überwiegend langsameren und manchmal fett groovenden Riffs, wobei sie hin und wieder sogar die Klasse eines Phil Anselmo von Pantera erreichen. Doch während das etwas fixere 'Dungeon Whippet' mit seinem Moshpart und der geilen Harmonieverschiebung noch zum Underground-Hit werden könnte, verliert ein Großteil der zehn Songs seinen Hass in so mancher Melodie-Armut und nicht nachvollziehbaren Songstrukturen. Das ist insofern schade, als dass einige Parts das "Alles scheiße!"-Feeling immer wieder ganz gut rüberbringen, der jeweilige Track aber oftmals einfach zu lang ist, wodurch die Energie verpufft. Die Produktion könnte ein bisschen mehr "in your face" sein, trotzdem werden Freunde unkommerzieller Noise-Attacken ihre Freude an diesem Album haben, zumal das Video von 'Thumper' im Quicktime-Format ganz witzig und durchaus sehenswert ist.

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